Steuerleitungen – Fünf Kilometer (Richard läuft, Teil 1/3) · Folge 49

Shownotes

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„Meine Steuerleitungen haben halt nicht den normalen Querschnitt.” So erklärt Richard, warum er sich beim Laufen auf jeden Schritt konzentrieren muss. Hebt er die Beine nicht bewusst, stolpert er. Richard lebt im zehnten Jahr mit nicht-kleinzelligem Lungenkrebs (NSCLC, ALK-positiv), 25 Hirnmetastasen wurden bei ihm behandelt. Jetzt trainiert er für einen offiziell ausgetragenen Fünf-Kilometer-Lauf.

In diesem ersten Teil der Reportage laufe ich mit Richard durch die Straßen rund um sein Haus. Zum ersten Mal trainiert er 40 Minuten, in Intervallen aus Laufen und schnellem Gehen. Dazwischen erzählt er, wie er 2023 nach einem großen epileptischen Anfall eine Woche im Koma lag und wie er sich mit einer dritten Tablettentherapie (TKI-Hemmer) wieder erholt hat.

Lauftrainerin Sandrina Illes erklärt, worauf es beim Training für fünf Kilometer ankommt. Und ich ordne ein, warum auch Menschen, die nie geraucht haben, an Lungenkrebs erkranken können und was zielgerichtete Therapien heute möglich machen.

Das ist Teil 1 von 3 der Reportage „Fünf Kilometer”. Die Aufnahmen stammen aus März 2024 sowie Mai, Juni und Juli 2025.

Links und Quellen:

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Hinweis: Die Inhalte dieses Podcasts ersetzen keine ärztliche Beratung oder Behandlung. Sie geben persönliche Erfahrungen von Betroffenen wieder und sollen zum Nachdenken anregen, Orientierung bieten und Gespräche ermöglichen. Kläre gesundheitliche Fragen immer mit deinem ärztlichen Team.

Offenlegung: Richard und ich kennen uns seit 2018 aus der Männergruppe der Österreichischen Krebshilfe Wien, die ich seit 2021 moderiere.

Host, Redaktion, Produktion: Alexander Greiner; Musik/Reportage: Highway 94 – Truck Stop, Inamorata – Bodytonic, BlueGarden – Bluegold Gardens (Blue Dot Sessions); Sound Design: Happy House Media, Asta Krejci-Sebesta, Tatjana Lukáš; Musik/Signation: Cool My Bass – BalloonPlanet; Titelsprecher: Stephan Andrejs; Cover: Studio Mana, Romana Reisenberger; Foto: Franzi Kreis

Gefördert durch die Wirtschaftsagentur Wien. Ein Fonds der Stadt Wien. Realisiert in redaktioneller Unabhängigkeit.

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00:00:06: Ich muss ja ihres Glück gehabt haben.

00:00:08: Ich habe so viele Gehirn mit den Stasen gehabt und kann dann mit ihr auf die Altstadt noch gerade gehen.

00:00:17: Kein Mensch, keine Tabette, keine Infusion.

00:00:21: Nichts kann den Richter

00:00:23: zungenuten!

00:00:24: Und das leben wir jetzt schon

00:00:26: zehn Jahre.

00:00:28: Unglaublich also... Da wäre alles drin gewesen vom Gelenk sein oder was?

00:00:35: Ich darf mir nicht beschweren, das passt.

00:00:39: Gott in Lungenkrebs tut sich so viel wie sonst begrenzt in anderen Entitäten.

00:00:43: Da gibt es Fortschritte und von denen haben sie die Möglichkeit, dass sie eins zu eins profitieren, solange sie eben aber auch therapierbar bleiben.

00:00:51: Wenn jemand vielleicht schon vor der Krebserkrankung eine Fahrerin erläuft war dann anfängt sich mit früher zu vergleichen.

00:00:57: also das ist dann unter Umständen sehr frustrierend.

00:01:02: ich laufe nicht zum

00:01:03: spaß

00:01:03: ich ich

00:01:04: lauf

00:01:05: was ich halt kann.

00:01:18: Du kennst das vielleicht.

00:01:20: Nach einem anstrengenden Tag kommst du nach Hause, denkst dir ich brauch noch ein wenig Frischluft schlüpft in dein Laufgewand ziehst dir die Laufschuhe an und drehst ein paar Runden in der Nachbarschaft im nahegelegenen Park oder du rennst an Feldern und Wiesen vorbei oder durch den Wald.

00:01:40: Du läufst und lüftest den Kopf aus.

00:01:43: Schon während des Laufs merkst du, dass es dir besser geht.

00:01:46: Du fühlst dich freier, der Ballast des Alltags ist leichter und wenn du heimkommst hast du sagen wir mal fünf Kilometer in deinen Beinen und du bist angenehm müde so das du entspannt in den Abend gehen kannst.

00:01:59: Fünf Kilometer sind kein Ding für dich!

00:02:02: Was ist aber, wenn fünf Kilometern kein Klack sind?

00:02:06: Wenn du alle Kraft zusammennehmen musst, wenn du dazwischen Pausen brauchst, denen du gehst stattläufst Wenn du dich bei jedem einzelnen Schritt so sehr konzentrieren musst, nicht zu stolpern, dass du sonst an gar nichts anderes denken kannst.

00:02:22: Was ist wenn diese fünf Kilometer zeigen was dein Körper gerade noch kann?

00:02:33: Du hörst fünf Kilometern eine Reportage in drei Teilen die den Lungenklippspazienten Richard im zehnten Jahr nach seiner Diagnose auf seinem Weg zu einem Fünfkilometer-Lauf zeigt.

00:02:45: Das ist Teil eins Steuereitungen.

00:03:03: Tut man mit Krebs?

00:03:04: Was hilft, was hilft nicht?

00:03:06: und wie könnte es besser sein?

00:03:07: Darum geht's in diesem Podcast!

00:03:11: Ich gehe jetzt gerade in Richards Gasse hinein und da kommt ein Auto.

00:03:15: Jetzt muss ich kurz das Auto vorbei lassen.

00:03:21: Ich kenne dieses Haus schon vom letzten Mal und ich leute jetzt und werde einfach mal reingehen wenn vielleicht offen ist.

00:03:39: Hallo Richard Servus Ich bin jetzt öffentlich gekommen.

00:03:48: Wenn ich dann vielleicht recht verausgabt bin nach dem Laufen, ist es besser, wenn wir in die Straßenbahn sitzen.

00:03:55: Ich habe ein bisschen Probleme mit einem Knöchel gehabt in der letzten Zeit und kann mir nicht so sagen Hallo, Christi ist ja alles!

00:04:03: Wir haben uns hier beim letzten Mal schon gesehen, ganz kurz.

00:04:09: Das sind Richard und seine Frau Monika.

00:04:11: Ich spreche ihr gegenüber mein erstes langes Gespräch mit Richard über seine Erfahrungen, mit dem Lungenkrebs an.

00:04:17: Das war im Jahr zwanzig.

00:04:19: Ebenso hier in seinem Haus am Rande von Wien.

00:04:23: Du hast es vielleicht schon in diesem Podcast gehört wie Richard von der Diagnose erzählt?

00:04:29: Es war ein bisschen komisch, weil das hat keiner ... Von die Ärzte waren sie nicht so sicher.

00:04:35: Es

00:04:35: hat keiner irgendwie so eine Rückmeldung gegeben und... Jetzt bin ich aber schon nervös geworden.

00:04:44: Und dann haben sie mir die Diagnose mitgeteilt und relativ hart, sag' ich ja mal, so in dem... aus ungefähr singemess kann ich mich noch erinnern.

00:04:56: Also eine gute oder schlechte Nachricht ist schlechter Nachricht.

00:05:01: Ich lebe noch ein paar Jahre.

00:05:02: Die gute Nachricht gibt eine zielgerichtete Tablettentherapie gegen diese Art von Lungengrebs.

00:05:11: Ja,

00:05:12: aber wie gesagt war sehr hartängendlich.

00:05:20: Um Richter's Geschichte vollständig zu erzählen muss ich kurz ausholen Wenn du diesen Podcast schon länger folgst weißt Du wahrscheinlich schon dass ich selbst auch Krebs hatte.

00:05:32: Hodenkrebs-.

00:05:37: Im gleichen Zeitraum erhielt Richard die erste Diagnose, nämlich den ersten Metastasen ebenso im Jahr.

00:05:47: Richard und ich haben damals unabhängig voneinander bei der österreichischen Krebshilfe in Wien nach Unterstützung gesucht – und sie erhalten!

00:05:55: In dem Jahr hat die Krebsilfe eine Gruppe für Männer mit Krebs gegründet.

00:06:01: Dort haben wir uns dann kennengelernt.

00:06:03: Über die Jahre haben wir einige Männer in die Gruppe kommen und aus der Gruppe gehen gesehen.

00:06:10: Manche, weil das Thema Krebs für sie irgendwann nicht mehr relevant war – ein paar wenige auch deshalb, weil sie den Krebs nicht überlebt haben.

00:06:19: Trotz der schwere vieler Gespräche gab es auch ganz viele Momente der Erleichterung im gemeinsamen Austausch.

00:06:27: So sind die Treffen für viele Teilnehmer wirchert und mich immer wichtig um die Krankheit besser ins eigene Leben zu integrieren.

00:06:34: Seit Jahrzehnteinundzwanzig moderiere ich diese Gruppe.

00:06:37: Richard und ich sind mittlerweile am längsten dabei.

00:06:42: Richard, jetzt stell' du dich mal selbst vor!

00:06:44: Also ich bin der Richard... Ich bin jetzt im zehnten Jahr meiner Krebserkrankung.

00:06:53: Das war in dem Jahr zwanzig.

00:06:55: Wenn diese Folge erscheint ist Richard bereits im elften Jahr.

00:06:59: Ich bin ein Lungenkrebspatient speziell habe eine spezielle Art, wo es dagegen eine Tablettentherapie gibt.

00:07:07: Die bei mir sehr gut angeschlagen hat und ich hatte mit ihnen zugemeiner Erkrankung

00:07:15: auch auf

00:07:16: den Gehirnmetastasen die behandelt worden sind und hatte vor zwei Jahren einen rückfallenden Schlag, der hat mich sehr zurückgeworfen.

00:07:30: Ein Grund, ich habe mich wieder sehr gut erfangen und deswegen möchte ich diesen fünf Kilometer Lauf probieren.

00:07:39: Richard ist einundfünfzig Jahre alt also für den Lauf trainiert.

00:07:43: Und dieser Rückfall von dem er hier spricht der war zwanzig Ein sog.

00:07:48: Grammallanfall, ein großer epileptischer Anfall ausgelöst durch zwei neue Gehirnmetastasen die offenbar in relativ kurzer Zeit entstanden sind weil einige Wochen davor bei einer Routineuntersuchung noch nichts auffällig war.

00:08:05: Richard's Frau Monika erzählt davon.

00:08:07: Wenn ich den Anfang gehabt habe das war lebensgefährlich.

00:08:11: Ich hab ihn von da in Spital geschickt und mir hat keiner Anruf, gar nichts.

00:08:19: Ich bin halt hingekommen ... Wie ich das erste Mal den Richard gesehen habe, hab ich mir denkst nach Pumpte.

00:08:29: Das klingt regungslos!

00:08:31: Ja?

00:08:32: Und

00:08:36: wie der zu mir gesagt hat, ihr mahnt es im Lebensgefahr,

00:08:40: ich

00:08:40: war dort nicht weggekommen.

00:08:42: Ich war dort mich hier gesetzt.

00:08:46: Richard liegt eine Woche lang im Koma.

00:08:49: Monika erzählt über diese Zeit, sie habe nicht locker gelassen mit den behandelten Ärztinnen zu sprechen damit Richard eine weitere Therapie erhält.

00:08:59: Früher sind die Gehirn mit das Tausend bei Richard bestrahlt worden.

00:09:02: Das konnte jetzt aber nicht mehr gemacht werden

00:09:05: Soweit ich das auch wieder verstehe.

00:09:07: als Leier glaube ich weil dort schon einmal hingestrahlt wurde.

00:09:11: und da zweites Mal darf man nicht dann ist die Dosisleistung zu hoch oder irgendwie so in die Richtung.

00:09:18: Und da hatte der Ankologe halt die Idee, probieren wir die dritte Tablette und die hat Gott sei Dank gewirkt.

00:09:27: Diese Dritte Tablette damit meint Richard eine sogenannte Trittlinientherapie also die mittlerweile dritte Therapiemethode weil die vorigen beiden Therapien nicht mehr ausreichend wirksam waren.

00:09:41: Es wird ihm in Aussicht gestellt nur mal ein halbes Jahr zu leben.

00:09:46: Richard hat diese Prognose längst überlebt.

00:09:49: Wie gesagt, das war es im Jahr zwanzig.

00:09:52: Er verlässt damals das Krankenhaus sehr entkräftet.

00:09:56: Ich bin eigentlich aus dem Spital

00:09:58: raus

00:09:59: am Handlauf entlang weil das Genie hat schon immer funktioniert.

00:10:03: Die kognitiven Fähigkeiten waren ein bisschen eingeschränkt.

00:10:08: Das war auch schon sehr einschneidend und ja Mit viel Ehrgeiz und Willen hat es dann auch wieder funktioniert.

00:10:26: Na gut, gehen wir's an!

00:10:33: Ich werde mir einfach ruhig verhalten mitlaufen.

00:10:38: Du gibst das Tempo vor?

00:10:39: Okay ich geb das Tempen vor und probiere mal die viermal zehn Minuten.

00:10:46: Schauen wir mal ob ich es zusammenbringe.

00:10:51: Jetzt muss ich da drauf drücken so... Na ja, dann gehen wir es an.

00:11:03: Was ich heute doch stark merke... Ich muss jetzt immer so vom Bewegungsablauf rein kommen!

00:11:15: Das geht nicht mehr ganz gut.

00:11:18: Also du meinst zu Anfangs fühlst das ein bisschen unrund an?

00:11:24: Ja auch von der Koalition

00:11:29: Aber du merkst das dann wenn's schwindelig wird oder so.

00:11:33: Nein, das habe ich nicht.

00:11:35: Okay?

00:11:38: Richard beschreibt mir, dass er sich sehr konzentrieren muss die Beine richtig zu heben damit er nicht stolpert.

00:11:45: und wenn es doch einmal passiert sagt er dann macht einen schnellen Ausfallschritt.

00:11:51: wirklich beruhigt bin ich dadurch zwar nicht als ich neben Richard herlaufe aber ich vermute und hoffe er hat damit schon Erfahrung und kennt seinen Körper und seine Motorik mittlerweile.

00:12:05: Er hat auch eine sehr anschauliche Erklärung dafür, warum er sich so konzentrieren muss.

00:12:10: Meine Steuerleitungen haben halt nicht nur einen gewährschnittlichen Zahnpreis und vorgetessen ist es wahrscheinlich die Laufzeit von dem Steuersignal zu der Bewegung.

00:12:22: sprich meine Füsse vielleicht verzögert.

00:12:38: Der Trainingsplan heute sieht so aus vier Intervalle zu je zehn Minuten Davon acht Minuten laufen, gegen Ende einen kurzen Sprint gefolgt von zwei Minuten schnellem Gehen.

00:12:53: Diesen Trainingsmodus hat Richard aus einem Laufbuch übernommen und für sich angepasst.

00:12:59: Wir laufen zwei Runden in den Straßen rund um Richards Haus.

00:13:05: Das geht ja ganz gut.

00:13:11: Jetzt tun wir ein bisschen schneller.

00:13:12: passen gucken.

00:13:23: So jetzt sind wir schon im Gehen.

00:13:31: Es waren jetzt schon die ersten acht Minuten.

00:13:33: Zwei Minuten gehen,

00:13:36: okay.

00:13:40: Und das ist in der Waldtraining, dass du aus dem Buch hast?

00:13:42: Ja.

00:13:44: Irgendwann soll man dann ... das Gehen weghauen.

00:13:48: Mhm!

00:13:50: Ich weiß nicht, ob es nicht die Eckscheider wäre.

00:13:53: Aber ich bin darauf gekommen, wenn ich schnell gehe... In der Relation ist das gar nicht so schlecht.

00:14:02: zum Waffen über.

00:14:04: Ja, also grundsätzlich die Basis, man hört es eh mal wieder ist das Grundlagen-Training dass wir überhaupt mal die Distanz plus auf und abwärmen im Training gut und problemlos absolvieren kann.

00:14:16: Das ist Sandrina Illes, ehemalige Duatletin, die über zwölf Jahre international im Leistungssport war.

00:14:24: Heute ist sie Lauftrainerin und Buchautorin, und befasst sich damit wie Sport in schwierigen Lebensphasen helfen kann.

00:14:32: Und wie Sportlerinnen mit nachlassender Leistung umgehen können!

00:14:37: Und dann schaut man einfach so ein bisschen, dass man in der Geschwindigkeit arbeitet.

00:14:42: Bei fünf Kilometer Training ist das vor allem das Training der maximalen Sauerstoffaufnahme also hochintensiver Intervalle.

00:14:49: wenn man schon ein bissel fortgeschritten ist kann man da noch zum Beispiel Tempoläufe mit dazu nehmen und auch entsprechend die Distanz der Intensitätseinheiten ein bisschen ausdehnen.

00:15:00: Also als Anfänger wird man vielleicht fünf mal zweihundert Meter schnell laufen, wenn man schon sehr erfahren ist kann man noch die ganze Wettkampfdistance gesplittert.

00:15:09: also zum Beispiel zehnmal fünfhundert Meter oder zehnmal einen Kilometer schnell auch im Training schon laufen.

00:15:16: Und schnell bedeutet dann so an der Leistung kreize wo ich merke jetzt bekomme ich fast zu wenig Luft?

00:15:25: Genau, im Prinzip ja.

00:15:26: Also diese intensiven Intervalle sind schon relativ nah an der Leistungsgrenze so was man halt im Training auch eventuell unter Vormüdung und wenn halt die Wettkampfatmosphäre fehlt, was man da laufen kann.

00:15:39: das ist jetzt typischerweise eine Spurschnelle als fünf Kilometer Tempo ist aber ein bisschen noch von den Athleten abhängig.

00:15:46: also manche erreichen das fünf Kilometertempo eher dann nur im Wettkämpf.

00:15:52: Das muss man sich im Einzelfall anschauen und kommt doch auf die Länge des Intervallprogramms an.

00:15:57: So viel als erste allgemeine Empfehlung für ein fünf Kilometer Training eher für Sportlerinnen ohne Koordinationsprobleme.

00:16:07: Santrina Illes geht später noch darauf ein, wie das Training bei Richard aussehen sollte – das hörst du im nächsten Teil dieser Reportage.

00:16:15: Zurück

00:16:16: zum Laufen mit Richard!

00:16:23: Also es geht schon... Ganz gut am Anfang habe ich nicht mehr irgendwie die Beine nehmen können.

00:16:31: Also du meinst am Anfang von deinem Training jetzt?

00:16:35: Ja schon, auch von einem halben Jahr.

00:16:40: Aber es geht schon.

00:16:45: Stellenweise plaudern wir ein wenig beim Laufen.

00:16:48: Die meiste Zeit laufen wir aber nur nebeneinander her.

00:16:51: An dieser Stelle kurz zur Einordnung.

00:16:54: Lungenkrebs gehört zu den häufigsten Krebsarten überhaupt.

00:16:59: In frühen Stadien macht er meist keine Beschwerden, deshalb wird er oft erst spät entdeckt.

00:17:06: Die meisten Fälle gehen aufs Rauchen zurück.

00:17:09: Aber auch Menschen die nie geraucht haben können an Lungenkrebs erkranken.

00:17:13: Bei manchen Tumoren finden sich bestimmte Veränderungen im Erbgut der Krebszellen etwa in den Genen EGFR oder ALK.

00:17:22: Diese Veränderung sind nicht vererbt sie entstehen im Tumor Und sie lassen sich heute gezielt mit Tabletten behandeln, so wie bei Richard.

00:17:32: Zehn Jahre mit Lungenkrebs die meiste Zeit davon mit Metastasen.

00:17:37: das wäre vor nicht allzu lange Zeit kaum vorstellbar gewesen.

00:17:42: Das Richard nun für fünf Kilometer trainiert verdankt er auch einer Tablette, die es bei seiner Erstdiagnose erst seit wenigen Jahren gab.

00:18:01: Es ist übrigens, dass erzählt mir Richard heute das erste Mal dass er vierzig Minuten trainiert.

00:18:08: Zuletzt ist er bei jedem seiner Trainingsläufe dreißig Minuten unterwegs gewesen.

00:18:14: Wir sind jetzt bereits am Ende des letzten Intervalls

00:18:40: Natürlich.

00:18:48: Danke!

00:18:49: Dann gehen wir zurück, ja?

00:18:51: Super, hätte ich nicht geglaubt.

00:18:54: Wie ist der Gangen?

00:18:59: Ja... Ist nicht viel Unterschied zu den D-Sig Minuten aber ich muss mir schon mehr konzentrieren auf mich Auf meine Bewegungen.

00:19:14: Das geht schon gut Aber man merkt halt Von der Krankheit diese ganzen Blödheiten, dann kriegt man alles weh.

00:19:33: Aber so muskelmäßig habe ich nie ein Problem.

00:19:41: Auch nicht beim Laufen, ich hab danach das Problem.

00:19:45: Also mit den Wadenkrempfern hat er so blöde Geschichten, da hat es nicht mehr Gnäsium, hab ich alles probiert

00:19:54: Aber

00:19:56: das geht nicht weg.

00:20:00: Das ist immer die erste Nacht, nachdem ich mehr gemacht habe oder mehr als gewohnt und der zweite Nacht geht dann schon.

00:20:13: Richard erwartet also Muskelkrämpfe in der Nacht weil er heute länger als sonst gelaufen ist.

00:20:19: Solche Reaktionen seines Körpers kennt er bereits Auch wenn er länger als üblich an seinen Fahrrädern herumschraubt, so nennt er es selbst.

00:20:28: Wenn er in seiner Freizeit alte Rennräder repariert, dann krampfen seine Finger.

00:20:33: Dazu kommen die Koordinationsprobleme – das Konzentrieren, dass er nicht mit den Schuhen schleift und so der stolper Gefahr vorbeugt.

00:20:41: Zum Teil sind das Folgen der Krebserkrankung zum Teil Nebenwirkungen der Therapien- und Behandlungen.

00:20:48: Ein exaktes Abgrenzen ist schwer aber Richard?

00:20:52: lebt damit.

00:20:53: Wie gesagt, im zehnten Jahr nach der Diagnose.

00:20:57: Also das ist schön muss man anhalten aber das ist nicht beunruhigend, es ist normal.

00:21:05: So da,

00:21:07: da sind wir.

00:21:10: Super!

00:21:12: Also,

00:21:13: ja...

00:21:14: Vier Komma Sechzehn Kilometer.

00:21:21: Ja, ich bin super.

00:21:23: Jetzt muss ich aber dann auf Pause wagen, weil ich müde.

00:21:28: Im zweiten Teil erzählt Richard wie die Nacht nach diesem Lauf war – er hat ja mit Grämpfen gerechnet.

00:21:35: Hallo lieber Alexander!

00:21:37: Um

00:21:37: auf deine Frage zurückzukommen, wie ich mich nach unserem gemeinsamen Training gefühlt habe...

00:21:45: Außerdem wechseln wir die Orte.

00:21:47: Ich begleite Richard beim Training im Leinzer Tiergarten und einmal quer durch Wien, im Donaupark.

00:21:53: Dort, wo dann auch der fünf Kilometer Bewerb stattfinden wird für den er trainiert.

00:21:58: Das ist ein super Tag, da rennen wir über vier Kilometer.

00:22:02: Und manchmal habe ich dann einen anderen Tag das Gefühl, die kann ich dann mal mit mir stehensteigen.

00:22:08: also...

00:22:09: Ich spreche ausführlich mit Lauftrainerin Santrina Illes.

00:22:12: Also wenn es dann nur mehr um Pays geht, um Zeiten geht.

00:22:17: Dann denke ich, das geht auch ein bisschen am Thema

00:22:20: vorbei.".

00:22:21: Und Monika schildert ihre täglichen Bemühungen, Richard zu bremsen – wenn er sich so viel zumutet dass sie seine Erschöpfungszustände nach dem Training genau kennt.

00:22:39: Heute hat Richard seine Grenzen geweitet.

00:22:44: Auf die fünf Kilometer fehlen jetzt nur noch achthundertvierzig Meter und der offizielle Lauf ist in fünf Wochen.

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00:23:34: Wenn Du Dir keine regelmäßige Unterstützung leisten kannst oder willst, freue ich mich auch über einmalige Spenden für den Podcast.

00:23:41: Die Links findest Du in den Schornots.

00:23:43: Alles Schöne Dir bis in zwei Wochen.

00:23:58: Die Inhalte dieses Podcasts ersetzen keine ärztliche Beratung oder Behandlung.

00:24:03: Kläre gesundheitliche Fragen immer mit deinem ärztlichen Team!

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