Krebs und Geduld – ein widersprüchliches Paar · Folge 36

Shownotes

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Was passiert, wenn medizinische Abläufe wie Stillstand erscheinen? Wenn alles länger dauert als gedacht. Wenn niemand mit dir redet. Wie damit umgehen, wenn Warten zur Belastung wird?

Gerhard (Prostatakrebs) beschreibt die Diagnosephase mit mehrfachen Verschiebungen und einem Brief, der alles verändert. Robert (Hodenkrebs) erzählt vom nüchternen Warten im Krankenhaus ohne klare Information. Bernhard (Lymphdrüsenkrebs) bemerkt, dass sein Geduldsfaden nach der Therapie kürzer geworden ist. Wolfgang (Zungengrundkrebs) unterscheidet zwischen Geduld und Durchhaltevermögen und fragt nach Identität in Zeiten der Veränderung.

Diese Folge ordnet ein, wie Informationsmangel Stress verstärken kann, warum Warten Teil von Behandlung ist und was helfen kann, innere Unruhe zu regulieren.

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Hinweis: Die Inhalte dieses Podcasts ersetzen keine ärztliche Beratung oder Behandlung. Sie geben persönliche Erfahrungen von Betroffenen wieder und sollen zum Nachdenken anregen, Orientierung bieten und Gespräche ermöglichen. Kläre gesundheitliche Fragen immer mit deinem ärztlichen Team.

Host, Redaktion, Produktion: Alexander Greiner; Sound Design: Happy House Media, Asta Krejci-Sebesta, Tatjana Lukáš; Musik/Signation: Cool My Bass – BalloonPlanet; Titelsprecher: Stephan Andrejs; Cover: Studio Mana, Romana Reisenberger; Foto: Franzi Kreis; Folgenmusik: The Yards – Blue Dot Sessions

Gefördert durch die Wirtschaftsagentur Wien. Ein Fonds der Stadt Wien. Realisiert in redaktioneller Unabhängigkeit.

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Transkript anzeigen

00:00:00: Je besser du diesen Raum aushalten kannst, um so eher gelingt es dir auch zu adaptieren.

00:00:06: Dich anzupassen und dich neu zu formieren!

00:00:39: Nach dem Stichwort Geduld im Katalog einer Buchhandlung gesucht, kommt eine Liste mit achthundert sechsundzwanzig Einträgen.

00:00:47: Sicher auch dabei der jüngste Bestseller Weißes Cover mit einem Buddha auf dem Titel und einigen Ginko-Blättern eher exotisch wirkend.

00:00:58: Zur Vorbereitung auf diese Folge habe ich mir die bisherigen Gespräche des Podcasts durchgehört.

00:01:04: Da ist mir wenig überraschend aufgefallen, wie weniger exotisch sondern wie alltagsnah das Thema Geduld sehr schnell sein kann.

00:01:16: Wenn wir im Kontext Krebs von Geduld sprechen geht es nicht um eine historische Tugend die Mann hat oder

00:01:24: nicht,

00:01:25: sondern um ganz konkrete Situationen während und nach einer Krebserkrankung die du sicher auch kennst, in denen abgewartet werden muss weil einem nichts anderes übrig bleibt obwohl

00:01:38: man

00:01:38: lieber handeln und aktiv sein will.

00:01:42: Dieses Warten macht etwas mit einem veränderten Gedanken die Emotionen steigert unter Umständen die Nervosität eventuell auch Angst.

00:01:52: was hilft in solchen Situationen?

00:01:53: Und wie ging er?

00:01:54: einfach nur ausharren bis es vorbei ist.

00:01:58: Schauen wir uns die unterschiedlichen Facetten von Geduld, Ungeduld, Warten und Durchhalten an.

00:02:05: Und wie man damit umgeht?

00:02:08: Wie geht es dir mit der Ungeduld?

00:02:09: Schreibe es in die Kommentare!

00:02:14: Mein erster Gesprächspartner in dieser Folge ist Gerhard.

00:02:17: Er hatte Prosta da Krebs.

00:02:19: Ich habe das Gespräch mit ihm in seiner Wohnung aufgezeichnet.

00:02:23: Deshalb ist die Tonqualität nicht perfekt.

00:02:26: ich bitte um Verständnis.

00:02:28: Gerhard erzählt gleich von der Diagnosephase, in der sein Geduldsfaden extrem strapaziert worden ist.

00:02:35: Davor habe sein Arzt immer gesagt er hätte eine unter Anführungszeichen jungfreuliche Prostatae und weshalb Gerhard sich überhaupt keine Gedanken wegen Prosta de Krebs machen müsse.

00:02:45: Dann war es ja wieder im November zwanzig, wieder mal die Untersuchung und da ist halt der Wert extrem gestiegen geworden über zehn

00:02:58: Und

00:02:59: das war schon einmal der erste Schock so.

00:03:02: Dann MR könnte sein, muss nicht sein also Biopsy-Termin ausmachen.

00:03:09: War das nächste in der Coronazeite der Pandemie?

00:03:13: Das hat alles wieder auf Zeit.

00:03:15: Also so geschwind ist nichts gegangen.

00:03:17: Wie lange hast du warten müssen?

00:03:19: Ich hatte dann Anfang Februar.

00:03:23: dann habe ich die Biopsie gehabt nach mehrmaligem Verschieben im.

00:03:32: Sie wollten es viel früher machen, erst mal noch so in vier bis sechs Wochen.

00:03:35: Und dann hat es gestern ja gekriegt eine Befundbesprechung

00:03:44: und

00:03:44: da kann man über alles reden.

00:03:46: Der Arzt bei der Biopsy hat gesagt, das schaut gar nicht so schlecht aus.

00:03:50: also das wird sicher nicht so schlimm werden.

00:03:54: zweieinhalb bis drei Wochen jetzt dauern, bis der Befund da ist und es kam nicht.

00:03:59: Mit

00:04:01: Pistole von MR dann Biopsy?

00:04:04: Dann

00:04:04: Biopsy ja!

00:04:05: Weil die MR sehr uneindeutig war und gesagt hat, das schicht man ich nicht viel.

00:04:09: Es waren auch gleiche Schatten

00:04:11: aber

00:04:13: nicht wirklich was Aussagekräftiges.

00:04:15: Und

00:04:16: die biopsy war dann gleich unmittelbar danach

00:04:19: oder?

00:04:20: Die MR war noch im... ...die war am XXIII.

00:04:23: Dezember.

00:04:24: Ergebnis war dann relativ geschwind danach und dann eben noch einmal ein Monat warten.

00:04:31: Ein Monat warten auf die Biopsy?

00:04:35: Ja, was soll ich tun?

00:04:38: Ich habe auch keine Vorbespeichen vor der Biopsie gehabt sondern nur so kurzes Gespräch, ja machen wir schon weil eben Personalmangel waren, die Bespideler waren voll und haupt auf das Getuch.

00:04:49: War die dann ambulant oder schon?

00:04:51: Nein, nein.

00:04:52: Das war schon ambulant.

00:04:53: Ja ja.

00:04:54: Also das war bestimmt wenn es war... Da bin ich sogar nach Hause gegangen weil's noch nicht so weit war.

00:05:02: und dann wieder haben wir aber auch schon sehr froh dass ich da wieder hoch gehabt habe.

00:05:06: Wie gesagt, ein Monat später...

00:05:08: Warum musst du froh?

00:05:10: Weil doch recht geschwächt von der Birbssee alleine mit dem Joggerl da, das hat mich gespürst Die BHP, sie wollten mir sogar ein Taxi-Ruf und gesagt, da hat die Schoffe schon noch.

00:05:21: Und ja, es ist eh gut gegangen!

00:05:24: Also... ...die Warterei war halt dann, ah!

00:05:27: Rufen die jetzt an, kriege ich einen Termin?

00:05:30: Dann habe ich das irgendwie ein bisschen schon weggeschoben und dachte okay wenn es so lange dauert, wenn's dringend gewesen wäre hätten wir die sicher schon längst ankaufen.

00:05:38: Und der wirklich Ende des Monats war dann oder vielleicht war es schon März auch am Anfang also Ende Februar dann Irgendwann mit Spätheim gekommen, so halb neun Neuen.

00:05:52: Postkastel auskramt OQT ist ein Kuvert drinnen von den Barmherzigen Bildern.

00:05:58: Aufgemacht ja nur die letzte Zeile.

00:06:01: radikale Prostatektomie wird empfohlen.

00:06:04: Zack das war es eigentlich!

00:06:10: Dann sofort

00:06:12: angrafen und dann... mir vor allem hängen, wie viel Geduld wegen klinischen Strukturen nötig ist.

00:06:23: Die er nicht beeinflussen kann.

00:06:26: MRT warten, biopsy warten, Befund warten.

00:06:30: Er sagt das relativ ruhig.

00:06:32: aber es gibt diese Stellen wo ich mir denke dass es schon feiner wäre wenn das alles schneller ginge.

00:06:39: nur die klinische Prozesse geben das einfach manchmal nicht her.

00:06:42: gerade dieses Es kam nicht und kam spricht eigentlich Bände wie zum Mürbend diese ganze Watterei eigentlich ist.

00:06:50: Bei Robert, er hatte Hodenkrebs klingt das Wartenden noch einmal anders weil es nicht mehr nur so ein Hin und Her zwischen Klinik und daheim ist sondern direkt vor dem Eingriff Krankenhaus nüchtern sein bereit sein und gleichzeitig wieder Geduld

00:07:08: üben.

00:07:09: Für mich war es eigentlich nur mühsam.

00:07:12: Es war deswegen so mühsam, weil es hat keinsen MRT gemacht als AMR-Untersuchung.

00:07:21: Da war dann auch irgendwie ... Es gibt etwas bei dem Urologen.

00:07:24: zuerst ist das nur über Ultraschall gemacht worden und deswegen wollten wir das genauer abklären.

00:07:28: Und das hat alles super schnell funktioniert.

00:07:30: und dann war klar okay, es muss operiert werden!

00:07:33: Dann hieß es ich muss warten dass ich irgendwo dazwischen geschoben werde.

00:07:39: Wie immer, wenn man sich vorstellen muss.

00:07:41: Ich habe keine Ahnung vom medizinischen Alltag wie das da funktioniert, aber es war einfach so hinwarten und das Hinwarten hat dann insofern mühsam.

00:07:50: Also natürlich jeden Tag operationsbereit war, dass ihr nichts zu essen kriegt.

00:07:55: Und genau!

00:07:56: Das ist dann irgendwann... also man muss schon sagen, wir werden schon ein bisschen unentspannter mit der Zeit, weil man einfach nichts zum Essen kriegt Und man hat ja nichts zu tun.

00:08:04: Also, man ist einfach da und wartet und dann weiß nichts.

00:08:07: Das ist völlig intransparent.

00:08:08: Man sagt einfach, na, passiert nicht!

00:08:11: Und ich glaube, da waren zwei volle Tage, wo mal nix passiert ist... ...und am dritten ist es dann passiert.

00:08:18: Und dann war eh alles eigentlich ziemlich problemlos.

00:08:20: also deswegen will mich gar nicht beschweren aber das war... Wenn ich an die Medizinindustrie einen Wunsch äußern könnte, wäre halt ein bisschen mehr Kommunikation irgendwie besser weil du kriegst Praktisch nichts mit, also du versuchst die Schwestern immer zu belästigen und natürlich auch nix wissen.

00:08:37: Und sonst so rät er keiner jetzt ... Mit dir oder jetzt nicht intensiv?

00:08:40: Also das ist selbst wenn ein Visite kommt, die so ah ja sie warten auf die OP... Joa!

00:08:45: Ehe!

00:08:46: Aber jetzt

00:08:46: los!

00:08:47: Ich wäre schon bereit.

00:08:49: Krebs und Eva sind da und jetzt könnte man dann loslegen.

00:08:53: Das war halt aber ... Nichts ist wirklich da keine Beschwerde, weil es hat schon super funktioniert und das war auch schon großartig wie das Gesundheitssystem da funktioniert hat.

00:09:01: Weil ich hab sofort einen Platz gekriegt bin aufgenommen worden.

00:09:04: Ist dann auch die OP geplant worden?

00:09:06: Ist es durchgeführt worden?

00:09:07: Es hat funktioniert.

00:09:08: Das war mit der Histologie hinterher wo sie mir herausgestellt hat dass das irgendwie ein bösartiger Tumor war.

00:09:14: Das hat ja alles funktioniert also da gibt's keine Beschwärden.

00:09:20: Bei Robert ist dieser Punkt spannend wo er sagt Er will sich eigentlich gar nicht beschweren aber Er hätte sich mehr Kommunikation erwünscht.

00:09:29: Das ist so eine nüchterne Kritik, die ich über Krankenhäuser sehr oft höre und die viel mit Geduld zu tun hat.

00:09:35: Informationsmangel verstärkt Kontrollverlust.

00:09:38: Kontroll Verlust erhöht Stressreaktionen.

00:09:41: Wenn man nichts weiß wird warten sofort schwerer.

00:09:45: Ich persönlich ermutige hier gern wenn es dir ähnlich geht.

00:09:48: frag nach Sei vielleicht ein bisschen nervig aber immer freundlich.

00:09:56: Als nächster in dieser Folge kommt Bernhard.

00:09:59: Er hatte ein Hodgekündel

00:10:00: im Pfom.

00:10:01: Bei ihm taucht Geduld nicht als Wartezeit im Kliniksystem auf, sondern als etwas das im Alltag kürzer geworden ist – manchmal sogar nahezu fehlt.

00:10:11: Er beschreibt es als etwas was ihm selbst auffällt und ein bisschen unangenehm ist.

00:10:17: Das Gespräch haben wir online aufgezeichnet deshalb ist die Tonqualität aber meist nicht perfekt.

00:10:23: ich bedürme Verständnis.

00:10:24: Ich habe Bernhard gefragt, was sich verändert hat nach der Krebserkrankung oder in den Jahren danach?

00:10:31: Ja.

00:10:31: Was ich gemerkt hab... Die klassische Toleranzgrenze, also ihnen sind wir dann gekocht, ob es so hoch geht, der ist leider nach der Krepstherapie merkwürden.

00:10:41: Also jetzt nicht dass sie aggressiv wird und sowas.

00:10:43: aber ich bin einfach, ich werde schneller aufbrauchend.

00:10:46: Nicht auf die ungute Art und Weise Aber mein Geduldsfaden ist einfach nicht so lang wie vielleicht bei anderen.

00:10:51: Vielleicht redet man das nur schön Wie auch bei anderen isch.

00:10:54: da kann es einfach passieren, dass ich die Geduld recht schnell dann verliere.

00:10:56: Das ist schon... und das merke ich seit der Krebs- Therapie eigentlich schon deutlich mehr.

00:11:02: Merkt man die anderen?

00:11:04: Was glaubst du warum das ist?

00:11:06: Ich

00:11:06: kann nicht beantworten!

00:11:07: Also ich könnte jetzt schön sagen oder mal schön reden und sagen, das ist von einer Krebsplaterapie, des ist von der Bestrahlung, das isch einfach so.

00:11:16: Glaube aber nicht, dass davon kommt, ich glaube, dass das einfach eine Kopfsache ist mit dem mich vielleicht als wenig beschäftigt habe weil es einfach auf den langen Bank schieb und sagt, das kommt halt vom Krebs.

00:11:27: Vielleicht sollte man mit dem beschäftigen.

00:11:28: Ich wäre vielleicht gar nicht so

00:11:30: abwechig.".

00:11:33: Bei Bernhard bleibt für mich eine Ampivalenz offen.

00:11:37: Er merkt eine Veränderung er kann sie benennen aber er lässt auch zu dass es ihn noch nicht wirklich erklärt.

00:11:44: Das ist ehrlich!

00:11:45: Und das ist auch ein bisschen unangenehm weil ich als Zuhörer vielleicht geht es dir da ähnlich gern einen Grund hätte.

00:11:54: Aber das ist auch so ein Aspekt von Geduld.

00:11:56: Manchmal ist nicht alles sofort

00:11:58: zu klären!

00:12:01: Falls du bereits mehrere Folgen dieses Podcast gehört hast, weißt du vielleicht bereits Veränderungen nach Krebsbetreffen nicht nur den Körper sondern auch die eigene Reizverarbeitung des Stressniveaux und der Selbstbild.

00:12:16: Dazu verlinke ich dir eine Folge aus dem Jahr zwanzig in den Shownauts.

00:12:19: Freundschaft mit deinem Körper?

00:12:21: Neues Selbstbild bei Krebs?

00:12:23: Das ist die Folge vier.

00:12:26: Wolfgang, er hat Zungengrundkrebs spricht über das dazwischen.

00:12:31: Den Prozess der Veränderung.

00:12:34: Er trennt Geduld und Durchhaltevermögen auch wenn er sich selbst dann kann ich gut connecten nicht als besonders geduldig beschreibt.

00:12:42: was Wolfgang erzählt ist spannend weil es wegführt von.

00:12:46: Ich bin halt so hin zu Was mache ich mit der Zeit die mir in meinem Leben zur Verfügung steht?

00:12:53: Veränderung braucht Zeit.

00:12:56: Das ist etwas... Wir wünschen uns das immer so sehr, dass es dann schnell geht von der Diagnose zur gesund-diagnose in Hundert kmh oder so irgendwie.

00:13:11: aber tatsächlich passiert die Veränderungen ja dazwischen zwischen dem

00:13:14: Staat

00:13:16: und dem Ende und die Kunst liegt dabei eigentlich diese Zeit zwischen Staat und Ziel auszuhalten.

00:13:24: und je besser du diesen Raum aushalten kannst, um so eher gelingt es dir auch zu adaptieren dich anzupassen, dich neu zu formieren.

00:13:35: Und das hat sicherlich geholfen meinen Kindern diese Zeit zu bekommen dass sie sich anpassen ihr Denken anpassen, ihr Verhalten anpassen.

00:13:49: Ja, so würde ich das beschreiben.

00:13:51: Würdest

00:13:51: du dann sagen, dass du ein besonders geduldiger Mensch bist?

00:13:54: Nein!

00:13:57: Was jetzt gerade so ankommt...

00:13:59: Ich unterscheide zwischen Durchhaltevermögen und Geduld um das zu präzisieren.

00:14:05: Geduld ist etwas abzuwarten nicht so und abzu warten.

00:14:10: Durchhaltevermögend ist das gleiche nur, dass man aktiv etwas tut.

00:14:13: Was hast du getan?

00:14:15: Ich habe mich damit beschäftigt wie Veränderung funktioniert In dieser Zeit, in diesem Krankenhaus nochmal unsagbar viele Bücher gelesen.

00:14:25: Das war... Mir war das ein echter Anliegen für mich zu klären.

00:14:31: wer bin ich?

00:14:32: Als eine Freundin hat mir diese Frage gesendet.

00:14:37: Das ist ja spannend!

00:14:38: Sie

00:14:38: hat geschrieben Wolfgang, wer bist du?

00:14:41: Und ich habe dann halt da was gesagt.

00:14:43: Ja

00:14:43: wie soll ich sagen?

00:14:43: so Ja, Familienvater, Athleten, Musiker.

00:14:51: Solche Dinge zurückzuschreiben.

00:14:53: und sie hat gesagt ich habe nicht gefragt was du tust Ich habe gefragt wer du bist Und diese liebe Freundin aus Ungarn

00:15:07: Die

00:15:08: beste Grüße.

00:15:10: die hat damals Hat ne Kick nachgefragt und mich da auch nicht losgelassen.

00:15:16: Und das hat mir geholfen, die Frage gut zu verstehen.

00:15:22: Ich weiß eben von mir heute ich bin ein nachtsam, ein respektvoller Mensch.

00:15:26: Mir ist der Mensch immer wichtiger als alles rundherum!

00:15:31: Aus diesen Gesprächen nehme ich vier Beobachtungen mit.

00:15:35: Hier die Takeaways dieser Folge als persönliche Reflexion.

00:15:39: Erstens Warten ist im medizinischen Ablauf oft Teil der Behandlung, auch wenn es sich für Betroffene wie Stillstand anfühlt.

00:15:49: Zweitens Wenn Informationen fehlt gibt Warten schneller in Unruhe selbst dann wenn die Versorgung insgesamt gut läuft.

00:15:58: Drittens Geduld kann nach der Therapie als etwas auftauchen das im Alltag dünner geworden ist ohne dass man gleich eine klare Erklärung dafür hat.

00:16:08: Und viertens, man kann Geduld auch als etwas sehen das man nicht hat sondern dass man sich in kleinen Schritten selbst aufbaut.

00:16:18: Vielleicht sogar im Zuge einer Identitätssuche.

00:16:23: Offen bleibt für mich dabei eine Frage die in allen diesen vier Stimmen mitschwingt ab wann ist Warten einfach Zeit die vergeht und ab wann wird es zur Belastung?

00:16:34: Weil man sich zu allein gelassen fühlt Zu wenig weiß oder zu viel aushalten muss.

00:16:45: Ich frage mich, was würde ich machen?

00:16:48: Was mache ich in solchen Situationen?

00:16:53: Achtung!

00:16:54: Jetzt wird es unevident.

00:16:56: Was jetzt kommt ist reine persönliche Erfahrung.

00:16:59: Was mir hilft, ist Bewegung.

00:17:01: Bewegung ist ein Zauberwort.

00:17:03: nicht nur bei Angst ja auch bei Ungeduld hilft mir Bewegung.

00:17:08: draußen an der frischen Luft spazieren laufen Radfahren Die Aktivität im Körper spüren.

00:17:15: statt inaktiven Warten aktive Bewegung.

00:17:19: Das klärt zwar die Sache nicht, auf die ich warte, meinem Körper ist das aber vollkommen egal.

00:17:25: Bewegung beeinflusst die Stressreaktionen messbar sie steigert Aufmerksamkeit und lindert Unruhe.

00:17:32: Und vielleicht geht es dir wie mir danach auch besser und du hast wieder ein bisschen mehr von der Geduld aufgebaut.

00:17:40: Musik hilft auch Die Lieblings-Playlist, ein großartiges Album.

00:17:45: Nicht neben einer anderen Beschäftigung hören sondern ganz aktiv der Musiklauschen bisher nicht gehörte Zwischentöne entdecken zusätzliche Bedeutungen in den Lyrics checken oder einen schönen Film anschauen also generell alles was ablenkt.

00:18:02: aber bitte nicht doom scrollen.

00:18:05: und wenn das mit der Ablenkung nicht so gut funktioniert kannst du auch probieren zu schreiben Das, was in deinem Kopf umgeht aufschreiben oder einem Freund oder eine Freundin erzählen ohne dass diese Person darauf antwortet.

00:18:23: Wenn du in deiner momentanen Lage gerade warten musst und sehr viel Geduld üben musst könntest du diese Zeit eventuell mit dem Mini Workbook überbrücken das du dir von meiner Website laden kannst.

00:18:36: Das ist ein zwölfseitiges PDF zum Ausfüllen, in dem es darum geht wie du deine Resilienz stärken und neue Perspektiven entwickeln kannst.

00:18:44: Den Link findest Du in den Schauen holst!

00:18:46: Teile Deine Gedanken oder offengebliebenen Fragen zu dieser Folge als Kommentar auf Social Media, Podgee oder Spotify.

00:18:54: Du kannst mir auch gerne eine Sprachnachricht senden oder ein E-Mail an podcastatalexandergreiner.com.

00:19:00: Glob und Taddle kannst du mir auch dort hinsenden oder das Feedback-Formular in den Shono zu ausfüllen.

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00:19:13: Das hilft anderen, ihn schneller zu finden….

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00:19:44: Podcast.

00:19:45: Auch das hilft – der Link ist in den Schirmus.

00:19:48: Bis in zwei Wochen.

00:19:49: Eine geduldige Zeit bis dahin.

00:19:52: Die Inhalte dieses Podcasts ersetzen keine ärztliche Beratung oder Behandlung.

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