Was ist Männlichkeit – Stärke, Leistung oder viel mehr? · Folge 35
Shownotes
Gefällt dir, was du hörst? Unterstütze die Arbeit an diesem Podcast.
Was passiert mit dem männlichen Selbstbild, wenn Krebs vertraute Vorstellungen vom Mannsein, wie Stärke, Leistung und Verantwortung infrage stellt? In dieser Folge sprechen vier Männer über ihre Sicht auf das Mannsein: Walter (CML), Erich (AML), Robert (Hodenkrebs), Christian (Hodenkrebs, Prostatakrebs, Mundrachenkrebs). Es geht um Rollen, die sie hinter sich lassen. Um Zuschreibungen, die tragen oder belasten. Und um die Frage, ob Männlichkeit überhaupt eindeutig sein muss.
Diese Folge ist etwas anders als die bisherigen. Du hörst mehr Einordnung durch mich, mehr eigene Erfahrungen, und ich ziehe am Ende gemeinsam mit dem Männlichkeitsforscher Dr. Erich Lehner (Psychoanalytiker, Palliative Care, Obmann des Dachverbands Männerarbeit Österreich) Linien zwischen Biografie, Krankheit und gesellschaftlichen Erwartungen.
Mit einem Statusupdate von Wolfgang (Zungengrundkrebs).
Schreib in die Kommentare, was du dir aus dieser Folge mitnimmst.
Fülle das Feedback-Formular aus und unterstütze die Arbeit am Podcast. Lade dir das Workbook für Männer mit Krebs herunter und abonniere den Newsletter. Mein Buch: Als ich dem Tod in die Eier trat. Fragen, Ideen, Lob: podcast@alexandergreiner.com
Links
- Mag. Dr. Erich Lehner, Psychotherapeut, Palliative Care, Männlichkeits- und Geschlechterforschung
- Prof. Michael Musalek über Authentizität: Podcast „Musalek & Titze Im Rausch des Lebens – #26 Geschlechtsspezifische Unterschiede bei Sucht und Burnout“
- … und zu Mann-Frau-Rollen: Podcast „Musalek & Titze Im Rausch des Lebens – #31 Die Rolle der Frau: Der Mann im Jahr 2024“
- Vertiefung zum Thema Männergewalt: #33: WIE WEITER mit Männergewalt, Hubert Steger (Podcast „WIE WEITER? – Lösungen für eine gute Zukunft“, Marlene Seidel, Benjamin Steiger)
- Detox Masculinity – Kritische Männerforschung, Christoph May
Zum Weiterhören
- Wenn Männer ihren Gefühlen begegnen (On tour) · Folge 28
- Freundschaft mit deinem Körper – Neues Selbstbild bei Krebs? · Folge 4
- Vom Burnout zur Leukämie – Walter nach 20 Jahren überlebter CML (Gespräch) · Folge 27
- Reicht einer nicht? – Christians Leben mit drei Mal Krebs (Gespräch) · Folge 24
- Was ist Glück? – der unverbogene Wolfgang und sein Weg zur Zufriedenheit (Gespräch) · Folge 12
Support-Mitgliedschaften
- Diesen Podcast unterstützen
- Transparenz und Offenlegung der Einnahmen und Ausgaben
- Let’s talk about money – Wie sich dieser Podcast finanziert (Sonderfolge)
- Warum die Community für diesen Podcast essenziell ist (Sonderfolge)
- Kalkulation des Männerkrebs-Podcasts
Hinweis: Die Inhalte dieses Podcasts ersetzen keine ärztliche Beratung oder Behandlung. Sie geben persönliche Erfahrungen von Betroffenen wieder und sollen zum Nachdenken anregen, Orientierung bieten und Gespräche ermöglichen. Kläre gesundheitliche Fragen immer mit deinem ärztlichen Team.
Host, Redaktion, Produktion: Alexander Greiner; Sound Design: Happy House Media, Asta Krejci-Sebesta, Tatjana Lukáš; Musik/Signation: Cool My Bass – BalloonPlanet; Titelsprecher: Stephan Andrejs; Cover: Studio Mana, Romana Reisenberger; Foto: Franzi Kreis; Folgenmusik: The Yards – Blue Dot Sessions
Gefördert durch die Wirtschaftsagentur Wien. Ein Fonds der Stadt Wien. Realisiert in redaktioneller Unabhängigkeit.
Transkript anzeigen
00:00:00: Was ist eigentlich Männlichkeit?
00:00:03: Ist es Stärke, Verantwortung, Durchhalten, Überlegenheit?
00:00:09: Oder ist es das, was in Frage gestellt wird, wenn der Körper und das Leben nicht mehr so funktionieren wie gewohnt?
00:00:16: Lieber Hörer, diese Folge ist anders als die bisherigen.
00:00:20: Du wirst mich mehr hören, mehr Einordnung durch mich als Host und auch mehr persönliche Reflexion.
00:00:28: Lass dich davon bitte nicht irritieren.
00:00:44: Willkommen!
00:00:45: Was tut man mit Krebs?
00:00:46: Was hilft, was hilft nicht?
00:00:48: Und wie könnte es besser sein?
00:00:49: Darum geht's in diesem Podcast.
00:00:52: Herzlichen Dank an dieser Stelle an Gerhard, Michael und Jürgen fürs Test hören dieser Folge und für euer Feedback.
00:01:01: In den Gesprächen in diesem Podcast taucht das Thema Männlichkeit immer wieder auf.
00:01:05: Mal explizit, mal zwischen den Zeilen.
00:01:09: Etwa wenn jemand erzählt, dass Arztbesuche früher kein Thema waren, weil er meinte, es passiert sowieso nichts.
00:01:15: Oder wenn jemand sagt, er müsse heute niemand mehr beweisen, dass er stark ist.
00:01:21: Oder wenn vom Mann sein, die Rede ist, aber eigentlich Direktion gemeint ist.
00:01:28: Krebs stellt vertraute Männlichkeitsbilder infrage, Konzepte oder Ideen davon, was wir als Gesellschaft glauben, was maskulin ist.
00:01:37: Oder wie die Werbung versucht zu uns zu verkaufen.
00:01:40: Oder wie Männer in Traditionen, Klassismus, Religion, Politik, Filmen, Musikvideos oder im Sport dargestellt werden.
00:01:50: Diese Liste ist nicht vollständig.
00:01:52: Was ist Maskulinität?
00:01:55: Eine schwierige Frage, weil wir ein gänzlich rollenverdauschtes Leben eigentlich
00:02:04: führen.
00:02:05: Einige Männer mit Krebs sprechen davon, dass sie alte Rollenbilder hinter sich gelassen haben.
00:02:10: Andere tun sich schwer mit dem Begriff Männlichkeit und Maskulinität.
00:02:14: Wider.
00:02:15: andere sagen, sie schämen sich nicht ihres Geschlechts, sondern eines bestimmten Männlichkeitsgehabes, das sie teilweise sogar abstößt.
00:02:22: Um Herbert Grönemeyer zu zitieren, wann ist ein Mann ein Mann?
00:02:26: Wann verhält sich jemand, der als Mann gelesen wird und sich selbst auch so sieht, wirklich maskulin?
00:02:32: Gibt's das überhaupt?
00:02:34: Oder ist Männlichkeit nicht sowieso immer ein sehr breites Spektrum?
00:02:38: Ein Spektrum, das leider auch in diesem Podcast nur zu einem gewissen Teil repräsentiert ist, weil nicht monogame, nicht heterosexuelle, nicht cis, nicht binäre, transmaskuline, queere und migrantische Männlichkeiten noch viel zu wenig zu Wort kommen.
00:02:57: In dieser Folge hören wir wieder mal cis-männliche heterosexuelle Erfahrungen.
00:03:03: Aber ich bin dran einer Spektrumserweiterung.
00:03:06: Wenn man ein starker Partnerin hat, dann dualiert man sich schon, habe ich auch schon erlebt.
00:03:13: Nach der Diagnose Krebs verändert sich das Mannsein für Betroffene.
00:03:17: Da geht es dann nicht mehr ums Funktionieren, sondern ums Aushalten.
00:03:21: Nicht mehr ums Managen, sondern ums Annehmen.
00:03:24: Nicht mehr ums Leisten, sondern ums Geduld üben.
00:03:28: Nicht mehr ums Beschützen, sondern
00:03:30: Selbstschutz
00:03:31: suchen.
00:03:32: Und nicht mehr darum, stark zu wirken, sondern Ehrlich zu sein, mit Zartat.
00:03:37: In dieser Folge kommen vier von krebsbetroffenen Männer zu Wort, die ihre Sicht auf das Mann sein hinterfragen.
00:03:44: Manche Aussage könnte auf den ersten Blick eine traditionellistische Haltung zeigen.
00:03:49: Eine Bitte.
00:03:50: Lasst uns Ergebnis offen rangehen und nicht gleich judging.
00:03:54: Bei genauem Hinhören sind sehr wohl reflektierte Ansichten merkbar.
00:03:59: Am Ende ziehe ich die Strenge gemeinsam mit einem Mählichkeitsforscher zusammen.
00:04:03: Also es gibt ja heute genügend.
00:04:04: auch schon andere Mählichkeitsbilder, die sich an Sorge orientieren, Caring Maskolini, das heißt das ist schön.
00:04:10: Und ganz wichtig, es geht in dieser Folge nicht um das
00:04:14: sich
00:04:14: sexuell männlich fühlen, aka seinen Mann stehen, Erektionen haben.
00:04:19: Dazu gibt es andere Folgen in diesem Podcast.
00:04:22: Es geht um die persönliche Identität als Mann.
00:04:27: Der erste Mann in dieser Folge ist Walter.
00:04:29: Vor über zwanzig Jahren war er beruflich ziemlich eingespannt, als er in ein Burnout schlitterte.
00:04:35: Wenig später kam dann eine weitere Diagnose, chronisch myoloische Leukämie, kurz CML.
00:04:42: Er verbindet die Schicksalschläge mit seiner damedligen Haltung zu Leistung, Durchhalten und alleinige Verantwortung übernehmen, obwohl es keinen kassalen Zusammenhang zwischen Burnout und Krebs gibt.
00:04:53: Was ist Männlichkeit, Walter?
00:04:58: Früher war es jetzt so, dass ich gesagt habe, ich muss stark sein.
00:05:01: Ich hab Familie, hab Hausbord, das muss alles ich managen.
00:05:10: Die Frau hat mich schon unterstützt, aber bevor das der Freund bin, halt ich.
00:05:13: Und ja, ich bin halt der Einkommen stärkste in der Familie und das muss so beibehalten werden und das zeichnet einen Mann aus.
00:05:31: Und Arzt gehen oder der gesunde Untersuchung war damals kein Thema für mich.
00:05:36: Und ja, das ist, glaube ich, so die Männlichkeit.
00:05:41: Man sieht groß und stark und es wird schon nichts passieren und es wird immer so weiter.
00:05:47: Das ist, glaube ich, die Männlichkeit.
00:05:50: Frauen sind, glaube ich, etwas anders.
00:05:55: Hat sich dieses Bild ein bisschen gewandelt?
00:06:00: Das hat sich gewandelt, ja.
00:06:02: Also es ist nicht so, dass jetzt in dieser Kleinigkeit zum Arzt genug, wenn ich Beschwerden habe oder wenn ich mit dem Körper spüre, passt da nicht, dann denke ich mir, hey, lass das abchecken.
00:06:15: Es geht relativ einfach bei uns.
00:06:17: Die Krankenkasse ist gut und jetzt den praktischen Ärzte habe ich auch einen guten.
00:06:22: Und früher habe ich das einfach ignoriert oder habe Verstebtsversuch, das irgendwie zu heilen oder zu behandeln.
00:06:31: Und das ist jetzt halt anders.
00:06:34: Früher hat man halt die Frau sagen müssen, jetzt gehen wir zum Arzt und lassen mal gesunde Untersuchung machen.
00:06:38: Jetzt mache ich es halt regelmäßig.
00:06:41: Alle drei Jahre oder wenn ich halt Beschwerden habe, dann gehe ich halt zum Arzt und lasse abchecken.
00:06:48: Also das ist auch Männlichkeit?
00:06:51: Das ist nicht Männlichkeit, aber das habe ich einfach jetzt geändert.
00:06:56: Ich glaube nicht, dass das bei jungen Männern, ich glaube, wahrscheinlich ist auch eine Erscheinung des Alters, dass man sagt, okay, lass das abchecken.
00:07:06: Früher ist man halt groß und stark und jung und es kann nichts passieren.
00:07:10: Ist das für dich so okay oder sollte es vielleicht ein anderes Bild von Männlichkeit geben?
00:07:20: Ich weiß nicht, wie die heutige Generation ist, wenn ich meinen Sohn anschaue, dass sicherlich jetzt ein etwas gesundheitsbewusster als ich noch war.
00:07:27: Es ist vielleicht unserer Generation so gewesen.
00:07:30: Jetzt gegen die Generation ist es schon wieder anders.
00:07:32: Ich weiß nicht, ob es alles so sieht, aber... Ich denke doch, dass die Social-Medien und den ganzen, was früher nicht der Fall war, doch schon, wer die Leute oder die jungen Leute darauf hingewiesen werden, Gesundheit ist nicht selbstverständlich und Gesundheit ist nicht immer.
00:07:51: Ich glaube, da hat sich schon sehr viel geändert.
00:07:53: Walter beschreibt ein eher traditionelles Männlichkeitsverständnis und auch einen essenzialistisch und binär anmutenden Geschlechterunterschied, der real nicht zutreffend ist für die Vielfalt in der Gesellschaft.
00:08:06: Aber Walter ergänzt, dass sich das mit den angesprochenen Einschnitten in seinem Leben und vor allem mit der Zeit gewandelt hat.
00:08:14: Das sei aber für ihn keine neue Männlichkeit an sich, sondern nur eine persönliche Entwicklung.
00:08:20: Solche Zuschreibungen sind nach heutigem Wissenstand weniger biologisch begründet als Ausdruck früherer Generationen und sozialer Erwartungshaltungen.
00:08:31: Ich frage mich, könnten Änderungen des persönlichen Verhaltens, wenn nur genügend Männer mitziehen, nicht auch gesamtgesellschaftlich für eine Transformation von Männlichkeitsbilden sorgen, die statt einer Rückwärtsbewegung mehr in eine Weiterentwicklung einzahlt?
00:08:49: Damit Männlichkeit nicht mehr nur heißt, stark zu sein, Familie und Haus zu managen, alleine als Hautverdiener dazustehen, alles mit sich selbst auszumachen und vielleicht sogar noch große Sprüche zu markieren, immer den Harten zu spielen, wie mein nächster Gast erzählt.
00:09:06: Erich.
00:09:07: Er hatte AML.
00:09:08: Das ist die akute myoloische Leukämie.
00:09:11: Seine Sicht auf Männlichkeit.
00:09:15: Ich glaube, mein Gedicht geschrieben.
00:09:18: Vor fünfzig Jahren, vor halbem Jahrhundert
00:09:24: also,
00:09:25: in dem geht es um Männlichkeit.
00:09:29: Ich kann es nicht mehr auswendig.
00:09:32: Ich
00:09:33: weiß nur, die letzten Zeilen waren, ich schäme mich meines Geschlechts nicht meiner Männlichkeit.
00:09:45: Weil
00:09:46: diese Männlichkeit, Ja, das muss, es ist jetzt falsch zitiert gewesen.
00:09:55: Ich schiebe mich der Männlichkeit, so ist es.
00:09:59: Nicht meines Geschlechts, sondern der Männlichkeit.
00:10:03: Weil dieses Männlichkeitsgitur, also ich habe es geschrieben nach der Dusche, der Basketball gespielt und unter der Dusche waren dann die Männerwitze angesagt.
00:10:16: Und
00:10:17: ich fand das grauslich.
00:10:18: Und das ist nicht das Männlichkeit, ich weiß es nicht.
00:10:22: Hoffentlich nicht.
00:10:24: Aber diese Sprüche sind wir schon immer sehr am Wecker gegangen.
00:10:29: Und insofern, die Unterschiede zwischen Männern und Frauen sind wir, ja, ich weiß schon, das gibt für den Genitalien Unterschiede.
00:10:38: Glücklicherweise.
00:10:41: Aber von der, was ich sagen kann, vom Charakter, dass Männer sind oder Frauen, das ist mir egal.
00:10:51: Frauen finde ich erotischer.
00:10:54: Aber sonst fällt mir zur Männlichkeit nicht viel ein.
00:10:57: Erich distanziert sich deutlich von dem, was einige von uns sicher sehr gut als klassisches Männlichkeitsgehabe in homokänen Männergruppen kennen und er als unangenehm überzeichnete Männlichkeit erlebt hat.
00:11:10: Wir sollten aber auch beachten, dass dieses Verhalten, das Erich beschreibt, keine Männlichkeit an sich ist, sondern nur eine soziale Praktik, die schädlich wirkt nicht nur auf beobachtende Männer, sondern auch auf Frauen.
00:11:25: Ich persönlich kann es gut nachvollziehen, dass dabei im Fremdscham aufkam.
00:11:30: Da schämt sich unser Eins schnell mal für eine, unter Anführungszeichen, andere Gruppe von Männern.
00:11:35: Die, weil sie so laut ist, hängen wieder mal sogar, als so sind die Männer eben, also alle, verallgemeinert wird.
00:11:43: Ich frage mich, checken die besonders lauten eigentlich, dass sie nicht repräsentativ sind für die Gesamtheit der Männer?
00:11:52: Beim nächsten Mann in dieser Folge sind Geschlechtsstereotype auf den ersten Blick komplett aufgelöst.
00:11:58: Robert.
00:11:59: Er hatte Hodenkrebs zweimal, also beide Hoden.
00:12:02: Seither lebt er mit Hodenimplantaten und Testosteronersatztherapie.
00:12:07: Ich kenne Robert nicht nur als ehemaligen Patienten und Gleichbetroffenen mit Hodenkrebs, sondern auch privat.
00:12:13: Das wird er gleich ansprechen, weil wir manchmal angeregt miteinander diskutieren.
00:12:19: Das ist eine schwierige Frage.
00:12:21: Eine schwierige Frage, weil ... wie ein gänzlich rollenvertauschtes Leben eigentlich führen.
00:12:30: Also gerade im Moment, ich führe den gesamten Haushalt meine Frage da arbeiten.
00:12:36: Sie möchte Karriere machen, ich nicht.
00:12:39: Sie ist, glaube ich, technisch geschickter als ich es bin und ich glaube, ich wasche die Wäsche besser.
00:12:44: Also kochen wir auf jeden Fall besser.
00:12:48: Das sind diese ganzen Geschäfte definitiv nicht.
00:12:50: Trotzdem... bin ich jetzt auch nicht der, der das alles so abstreitet und sagt, das gibt es ja alles nicht um Männlichkeit und Weiblichkeit, was ist das überhaupt?
00:12:59: Also das ist biologisch, das ist einmal ganz sowieso seine.
00:13:03: Und das andere ist einfach diese Rollenbilder, die ich da nicht allgemein gültig sehen würde.
00:13:16: Also ich glaube, das gibt es jetzt nicht.
00:13:17: dieses, das ist stark und ein Mann oder der... Die hat Gefühle, dass es jetzt furchtbar weiblich, ich glaube so funktioniert das nicht.
00:13:26: Trotzdem gibt es glaube ich in Summe Tendenzen.
00:13:28: Also ich weiß nicht ob ich das jetzt vernünftig ausdrücken kann.
00:13:33: Also ich glaube schon,
00:13:35: dass
00:13:37: Frauen eher ein Schutzbedürfnis haben von ihrem Partner, ihrem Mann als der Mann von der Frau, das erwartet.
00:13:46: Ob das jetzt geschichtlich kommt, ob das genetisch ist, ob das gesellschaftlich ist, das weiß ich nicht und das kann ich ja nicht und ist mir persönlich auch egal.
00:13:56: Ich tu mir immer schwer, das so komplett abzulehnen, so, alles sind gleich, weil ich glaube, das ist das nicht.
00:14:02: Ich hab jetzt aber auch nichts davon, du musst dann reifen wechseln können, weil das ist ein Mann.
00:14:05: Also das ist ja... ich lief das immer, wenn mein Mechanik... Ich kann Reifen wechseln, kann ich sehr gut, ich kann die Lampen auswechseln.
00:14:13: Ich finde es aber jedes Mal wirklich, wenn wir über das Auto reden, herrlich, wenn mein Mechaniker mir dann Bilder schickt von ausgebauten Teilen aus meinem Auto.
00:14:22: Das letzte Mal hat er mir ein Bild geschickt, ohne Text.
00:14:26: Und ich hab nicht genau gewusst, dass ich das nicht anfangen soll.
00:14:28: Also ich hab erruhigen können, das könnte mit meinem Auto zusammenhängen, weil er der Automechaniker ist.
00:14:33: Aber ansonsten war mir völlig unklar, was man da eigentlich sagen möchte.
00:14:36: damit, also ob da... Oder mein Schwiegervater, wenn er so genau aufbaut.
00:14:41: Er baut mir so eine Situation, wo er so genau aufbaut.
00:14:43: Schau da das Sägeblatt an.
00:14:45: Und ich denke mal, ja, das Sägeblatt, ja.
00:14:47: Gut, dass wir das jetzt besprochen haben.
00:14:49: Kann ich nicht dazu sagen, also das lehne jetzt ab oder die Frau muss da einen Putzen und der Mann muss das Geld heimbringen, das ist ja als Schwachsinn.
00:14:58: Und das ist jetzt bei euch umgedreht?
00:14:59: Es ist bei
00:15:00: uns umgedreht und wir fühlen uns damit sehr gut.
00:15:04: Ich habe ein Bild den Eindruck, dass meine Frau schon dran liegen ist, dass ich wieder in einen Arbeitsalltag komme.
00:15:10: Aber
00:15:12: ist da oben ein Männlichkeitsthema?
00:15:13: Das
00:15:15: glaube ich eher nicht.
00:15:16: Und fühlst du dich jetzt weniger Mann?
00:15:18: Nein, das ist ja Unsinn.
00:15:22: Ich glaube, man macht ein bisschen zu viel Aufhebenes darum, dass man da jede Kleinigkeit muss man dann definieren, ist das jetzt männlich oder ist das weiblich?
00:15:30: Ich glaube, in Summe z.B.
00:15:31: der Haushalt muss halt funktionieren irgendwie.
00:15:33: Und für mich ist klar, wenn die Frau arbeiten geht, dann werde ich das übernehmen müssen.
00:15:37: Und die machst du auch nicht ungehend.
00:15:38: Also das ist ja jetzt nichts anderes.
00:15:40: Also ich finde mir, ich habe das sehr schnell organisiert.
00:15:42: Ich bin da sehr effizient, wie in der Arbeit bin ich genauso bei der Hausarbeit sehr effizient.
00:15:47: Und damit passt das.
00:15:50: Diese Bilder und ich kenne diese Fragen, wie wir das ja auch mit Krebs zusammenhangen und urologischen Krebserkrankungen dann oft diskutiere ich, damit es so schwer ist, das zu beantworten.
00:16:03: Für mich ist es schon klar, dass ich meiner Frau die Tür aufhalte oder dass ich sie irgendwie auf Händen trage, was wahrscheinlich schon so ein Männlichkeits- und Weiblichkeitsbild ist.
00:16:17: Also man muss ja nicht alles ihm unter diesem Marschall sehen.
00:16:19: Also das ist ja für mich eher so, so passt es für uns irgendwie zusammen.
00:16:23: Also ich würde das nicht das Gefühl haben, dass ich daheim Entscheidungen vorgehe.
00:16:27: Oder sagen wir so, ich glaub, dass ich Entscheidungen vorgehe, wenn meine Frau glaubt, dass sie Entscheidungen vorgibt.
00:16:31: Dann
00:16:34: wird
00:16:34: das ungefähr gemacht.
00:16:36: Und man muss da nicht über alles Marschall mit männlich und weiblich.
00:16:40: Also ja, ich bin schon noch immer männlich, auch wenn ich keine Hoden hab.
00:16:45: Jetzt könnte man natürlich sagen, ist es dann, wenn du keinen Penis mehr hättest, du hast dann noch immer einen Mann.
00:16:49: Ja, da wäre ich noch immer ein Mann.
00:16:51: Also dieses Herumstückling, dieses Teilen macht es jetzt aus.
00:16:55: Ich würde sagen, du hast Brüste, du bist jetzt eine Frau.
00:17:00: Keine Brüste, das ist doch Schwachsinn.
00:17:03: Ich weiß nicht, warum man das braucht.
00:17:05: Ich tue mich da so schwer.
00:17:09: Man muss doch sagen, das ist ein Thema, das ist da alles und ich auch privat.
00:17:13: diskutieren und wir sind teilweise, glaube ich, ein bisschen unterschiedlicher, unterschiedlicher Ansicht und ich tue mir das so schwer, dass man immer am Marschall herumbinden muss.
00:17:21: Das ist so... Ich finde es einfach schön, wenn ich einer Frau die Tür aufhalte.
00:17:26: Und ich sage jetzt nicht, dass du das jetzt nicht schön findest, aber nur als Beispiel.
00:17:30: Wenn man dann so diskutiert, naja, da bist du jetzt dann, aber das wäre jetzt dann nicht emanzibiert oder feministisch oder was so immer.
00:17:37: Ich sehe diese Diskussion beim ersten Date, soll der Mann bezahlen?
00:17:41: Ja, da bin ich traditionell und da ist für mich der Mann sollte das machen.
00:17:46: Kann ich das jetzt erklären?
00:17:47: Nein.
00:17:47: Findest du es schlimm?
00:17:48: Nein, auch nicht.
00:17:49: Also was diskutieren wir über solche Dinge da?
00:17:52: Es gibt ja genügend Frauen, die es einfach schön finden, wenn der Mann beim ersten Date bezahlt.
00:17:58: Also ich werde definitiv nicht beleidigt, wenn es die Frau zahlen würde, wenn man sagt, man teilt die Rechnung.
00:18:02: Ich verstehe einfach nicht, warum man über gewisse Dinge so ein Aufheben macht.
00:18:06: Also das ist für mich jetzt kein Thema, weil das kann man sich einfach ausreden.
00:18:10: Da geht es ja bitte nicht um irgendeine Sinnfrage, ob du jetzt Mann oder Frau bist.
00:18:14: Das vermisst man dann so gerne mit, sollen Frauen gleich viel verdienen.
00:18:17: Na klar, das ist wieder für eine dumme Frage.
00:18:20: Also ich komme da mit dem.
00:18:22: mit den Themen jetzt recht.
00:18:23: Deswegen fällt es mir wahrscheinlich schwer, damit ich mich jetzt nicht verliere, auf das zu antworten, was ist männlich?
00:18:29: Also Hoden sind natürlich männlich, braucht man aber nicht, um männlich zu sein.
00:18:35: Ich könnte aber sonst, ich bin ein Macher, es gibt auch Frauen, die machen.
00:18:39: Also meine Frau macht im Job wichtiger als ich im Job, weil ich keinen Habe im Moment.
00:18:46: Oder wenig Job.
00:18:52: Traditionelle Zuschreibungen von Geschlechterrollen wie Technik gleich Mann oder Haushalt gleich Frau lehnt Robert ab.
00:18:59: Das zeigt, wie selektiv soziokulturelle Prägungen weitergetragen werden.
00:19:05: Gleichzeitig sagt Robert, dass es natürlich schon körperliche Unterschiede gebe, also reine Körpermerkmale.
00:19:13: Diese aber trotzdem nicht zwingen zu allgemeingültigen Rollenbildern oder Genderzuweisungen im Sinne einer Geschlechtsidentität führen.
00:19:21: Das ist eine sehr zeitgemäße Haltung, die ich mir, das ist jetzt wieder eine sehr persönliche Anmerkung, öfter wünschen würde.
00:19:28: Und da kann ich sehr gut damit leben, wenn ich mit Robert in profiliministischen Detail-Fragen manchmal anderer Meinung bin.
00:19:37: Auch der vierte Mann in dieser Folge tut sich mit klaren Definitionen schwer.
00:19:41: Christian, wenn du diesen Podcast schon länger hörst, kennst du ihn sicher schon.
00:19:46: Er hatte vor langer Zeit Hodenkrebs, später Brosterderkrebs und zuletzt Mundrachenkrebs.
00:19:51: Was ist Männlichkeit, Christian?
00:19:56: Es ist schwer zu definieren.
00:19:58: Es kann eine Frau stärker sein als ein Mann.
00:20:01: Körperlich stärker, meinst du?
00:20:03: Nein,
00:20:04: mental.
00:20:08: Es gibt stärkere Frauen, schwächere Männer.
00:20:11: Stärkere Männer, schwächere Frauen.
00:20:14: Männlichkeit, ja.
00:20:15: Das kenne ich mal von Mann oder Frau, zur Verzeugung.
00:20:21: Geht es bei Männlichkeit um Stärke und Schwäche?
00:20:24: Ja, das kommt darauf an.
00:20:26: Wenn man ein starker Partnerin hat, dann tuilliert man sich schon.
00:20:31: Also,
00:20:32: hab
00:20:32: ich auch schon erlebt.
00:20:35: Dann muss ich immer beweisen.
00:20:37: Aber ich das mag ich nicht mehr.
00:20:38: Sie haben mich dann, seit ... seit ... seit ... seit ... seit ... seit ... seit ... seit ... seit ... seit ... seit ... seit ... seit ... seit ... seit ... seit ... seit ... seit ... seit ... seit ... seit ... seit ... seit ... seit ... seit ... seit ... seit ... seit ... seit ... seit ... seit ... seit ... seit ... seit ... seit ... seit ... seit ... seit ... seit ... seit ... seit ... seit ... seit ... seit ... seit ... seit ... seit ... seit ... seit ... seit ... seit ... seit ... seit ... seit ... seit ... seit ... seit ... seit ... seit ... seit ... seit ... seit ... seit ... seit ... seit ... seit ... seit ... seit ... seit ... seit ... seit ... seit ... seit ... seit ... seit ... seit ... seit ... seit ... seit ... Nach der dritten Erkrankung immer weniger gefallen.
00:20:53: Also wenn mir einer nervt geht aus dem Weg und ich treffe ihn mit denen auch nicht mehr.
00:20:58: Also egal welches Geschlecht, wurscht ob das jetzt man oder frau ist.
00:21:02: Was, als ich eine komplette Harmonie ist oder eine starke Harmonie, ja?
00:21:11: Mogen ich nicht.
00:21:12: Mogen ich nicht.
00:21:13: Da gehe ich auf den Weg.
00:21:14: Dann rufe ich an und sage, wie geht's da?
00:21:16: Oder wenn ich anrufe, gehe ich an und treffe uns wieder mal ein Jahr, aber im Moment geht's ein bisschen schlecht und so, aber ich habe nicht so viel Zeit.
00:21:22: Man tieft sich dann schon wieder mal ein Jahr, aber man schaut halt, dass das dann nicht ...
00:21:25: seltener wird.
00:21:26: ... ein ganz, ein ganz wochendes, dass man wo hinfährt oder so.
00:21:30: Wo man auch wieder flüchten kann, in der eigenen vier Wände.
00:21:35: Ja, aber ob man so braucht, schon eine starke Männlichkeit, ob man so kannst, ich lass mich halt jetzt lieber gehen, und wo ich mich nicht mehr beweisen muss, dass ich ein starker Mann bin.
00:21:46: Ich weiß, dass ich's sei gerade, das hab ich jetzt bei der letzten Therapie, aber sowas von mitgeirkt, aber ich brauch's nicht mehr beweisen.
00:21:54: Nur mehr selber, nur mehr selber.
00:21:57: Christian Betont, Stärke ist nicht geschlechtsgebunden und schon gar nicht zwingend mit Männlichkeit verbunden.
00:22:04: Welcher Mann wünscht sich nicht, auch einmal schwach zu sein, sich beschützen zu lassen, sich in den Armen der Partnerperson sicher zu fühlen?
00:22:12: Und wir sollten uns auch bewusst halten, dass Rückzug auch eine Bewältigungstrategie sein kann, keine Schwäche an sich.
00:22:19: Vielleicht können wir uns das mitnehmen, was Christian sagt, dass wir nicht anderen unsere Männlichkeit beweisen müssen, sondern nur ganz im Innersten uns selbst.
00:22:30: Vielleicht können wir auch nur dann authentisch Männlichkeit leben.
00:22:35: Vielleicht können wir uns überhaupt dafür öffnen, emotional durchlässiger zu werden, weniger Scham zu verspüren, wenn wir uns mehr von der zarten und verletzlichen Seite zeigen.
00:22:49: Wenn du mehr über Christian erfahren willst, hör rein in die Folge vierundzwanzig.
00:22:53: Den Link findest du in den Schaunuts.
00:22:55: Und da es gerade um Authentizität ging, Im Podcast Muserleg und Tize im Rausch des Lebens spricht Prof.
00:23:02: Michael Muserleg in der Folge XXVI von einer Diskrepanz zwischen dem Sollen und dem Wollen, die Männer sehr stark beschäftigen, wodurch deren Authentizität leidet.
00:23:14: Das ist doch schade, wenn Männer nicht authentisch leben, oder?
00:23:18: Der Link ist in den Schonuts.
00:23:20: Die Folge mit der Nummer einunddreißig ist übrigens auch sehr höhrenswert.
00:23:24: Für diese Tipps bekomme ich kein Geld.
00:23:27: Mein fünfter und letzter Interviewpartner in dieser Folge ist kein Mann mit Krebs, sondern ein Männlichkeits- und Geschlechterforscher, Dr.
00:23:36: Erich Lehner.
00:23:37: Er ist Psychoanalytiker, war wissenschaftlich und praktisch in der Palliativ-Care tätig und ist Obmann des Dachverbandes Männerarbeit Österreich.
00:23:47: Ich habe mit ihm im Oktober twenty-fünfundzwanzig nach seinem Vortrag, wenn Männer trauern, Männlichkeit und Trauerprozesse, an der Universität Wien gesprochen.
00:23:57: Ich habe ihn gefragt, wie ein individuelles Auseinandersetzen mit den auf mich wirkenden Männlichkeitsbildern und reflektieren meiner eigenen Sicht auf Männlichkeit funktionieren kann.
00:24:08: Also, ich gehe über den ersten Ausgehen wieder von meinen Alltagserfahrungen, von dort, wo es mich freut, dort, wo es mir Probleme bereitet und mich fragen dann, wie ist es mit meiner bisherigen Lebenserfahrung?
00:24:26: in der ich einfach mal gestanden bin.
00:24:28: Was sind so diese männlichen Aspekte drinnen?
00:24:31: Wie kommt es zu einer jetzigen Erfahrung?
00:24:35: Wie führt das da hinein?
00:24:38: Und ich denke, das ist ein mal ein Ausgangspunkt.
00:24:39: Und wieder der nächste Schritt ist, dass ich mit anderen auch darüber spreche, dass ich vielleicht was lese oder so irgendwie nicht.
00:24:46: Und es geht nie darum zu sagen, Männer sind böse oder ich als Mann wie schlecht, sondern wie in meinem Um ... In
00:25:17: diesen Gesprächen merke ich, Männlichkeit zeigt sich nicht als einheitliches Konzept.
00:25:23: Das ist einerseits überraschend, da in der Öffentlichkeit gefühlt viele Menschen vermeintlich eindeutige Positionierungen vertreten.
00:25:31: Aber vielleicht ist das auch nur ein Beiseffekt, eine Verzerrung, eine Täuschung, die durch mediale Berichterstattung, Social Media, Stammteskussionen und vor schnelles Urteilen geprägt wird.
00:25:44: Andererseits habe ich selbst erlebt, wie sich eine Krebserkrankung auf das Männlichkeitsbild auswirkt.
00:25:50: Und das ist auch durch viele Studien mit dem aufweichen Starrer-Muster beschrieben.
00:25:55: Aber auch die Studien selbst unterliegen oft einem Bayes in Richtung heteronormativer Männlichkeitsmodelle.
00:26:01: Diversität wie Queer-Männer, Transmänner, nichtbinäre Personen, allein lebende, migrantische Kontexte sind oft wenig berücksichtigt.
00:26:12: Masculinity ist, können wir zusammenfassen, kein einheitliches Konstrukt.
00:26:17: Sie wird beschrieben als frühe Pflicht zur Stärke und zum Funktionieren, als etwas, das sich durch Krankheit verändert, als Loslassen von Beweiszwang, als Brüche im Selbstbild und als kritische Auseinandersetzung mit tratierten Reugenbilden.
00:26:36: Ich persönlich wünsche mir, dass wir, wie Dr.
00:26:38: Erich Lehner sagt, im Sinne von Carrying Masculinities einen Wandel vollziehen, hin zu weniger Hegemonialität, Leistungsdogen und Ausbreitung, hin zu mehr Sorge für andere und und selbst.
00:26:51: Dass wir liebevoll damit und selbst umgehen, letztlich zur Annahme und Akzeptanz unserer selbst als Mensch.
00:26:58: Und dem Bewusstsein, dass die gelebte Vielfalt von Männlichkeiten kein anzustrebendes Ziel sondern empirische Realität ist.
00:27:10: Wie man einen ehrlichen Zugang zu den eigenen Gefühlen finden kann, es für ihn dann okay ist, sich verletzlich zu zeigen, habe ich in Folge-Achtundzwanzig dieses Podcasts mit meinen Gesprächspartnern erörtert.
00:27:25: Den Link findest du in den Show notes.
00:27:27: Das Kümmern um sich selbst bringt mich zum letzten Beitrag in dieser Folge einem aktuellen Status Update von Wolfgang.
00:27:34: Er hatte Zungengrundkrebs und hat mir Anfang Januar eine Sprachnachricht geschickt.
00:27:40: Servus Alexander!
00:27:42: Ich hoffe, du bist gut, du hast ein Jahr gerutscht und konntest dich über die Feiertage gut erholen.
00:27:47: Du,
00:27:48: in unserem letzten Gespräch nach der Aufnahme von Männerkrebs-Podcast haben wir uns so ausgemacht, dass ich mich mal mit einem Update bei dir melde.
00:27:57: Wie geht es mir, was bei den vergangenen Monaten so passiert,
00:28:00: wo geht es hin?
00:28:02: Ich bin ja den Jahreswechsel, das ist ein guter Grund für ein solches Update.
00:28:07: Ich drehe die Zeitachse um und starte mit dem Wo geht es hin?
00:28:12: Und in knapp zwei Monaten jährt sich meine Gesunddiagnose nach dem Zungegrundkrebs zum achten Mal.
00:28:19: Was habe ich für ein Glück?
00:28:22: Im Podcast habe ich dir schon erzählt und das gilt selbstverständlich ungebrochen.
00:28:26: Information schafft Sicherheit.
00:28:28: Und deshalb gehe ich, wie jedes Jahr, Anfang März, zur Krebsvorsorgeuntersuchung und will erneut auf ein alles in Ordnung hoffen.
00:28:37: Du weißt ja, in meiner Freizeit bin ich drehtret, mache also viel Sport.
00:28:41: Sehr viel Sport.
00:28:43: Deshalb gehe ich auch zusätzlich zur allgemeinen Gesundheitsvorsorgeuntersuchung, um auch an den anderen Stellen mein Pickle zu bekommen.
00:28:49: Ich will möglichst viele Jahre meines Lebens mit gesunden Jahren ausfüllen.
00:28:55: Apropos Bewegung.
00:28:57: Ein heißer Tipp von mir.
00:28:59: Wenn du gerne mal ganz unbeschwert in das Innere eines Menschen blicken möchtest, die Ausstellung Körperwelten ist gerade in Wien zu Gast.
00:29:07: Und dort ist auf eine, wie soll ich sagen, eine ganz einzigartige Art und Weise zu Schau gestellt, wie knapp Leben und Tod manchmal beieinander liegen und was Krebs, Fettleibigkeit, Herzinsuffizienzen und so weiter anrichten.
00:29:23: Interessant, fand ich.
00:29:25: das immer steht, Sport beziehungsweise Bewegung als Vorbeugemaßnahme mit dabei.
00:29:31: Übrigens, ich habe vor knapp drei Monaten eine neue halbe Marat um Bestzeit in Wien gelaufen.
00:29:36: Ich wollte ja unbedingt einmal ausprobieren, ob es für mich auch unter zwei Stunden klappt.
00:29:41: Und was soll ich sagen?
00:29:42: Eine Stunde ist siebenundvierzig Minuten sind es geworden.
00:29:46: Das nächste Ziel wird also unter eins, fünfundvierzig laden und vielleicht Vielleicht werde ich auch mal an der Marathon Luft schnuppern.
00:29:56: Der Song habe ich mit meiner Bonusfamilie in Salzburger Bergen genossen.
00:29:59: Ich fahre
00:30:00: ja völlig
00:30:01: aus der österreichischen Berge ab.
00:30:04: Ich bevorzugte die Berge vor jedem Urlaub am Strand in den Bergen oberhalb der Baumgrenze.
00:30:10: Da erhohle ich mich am besten.
00:30:12: Beim Wandern lädt mein Akku am schnellsten wieder auf.
00:30:15: Wie ist das eigentlich mit dir?
00:30:17: Bewegung kam auch in meine berufliche Tätigkeit in den vergangenen Monaten.
00:30:22: Ich drehe dort ein klein wenig langsamer oder leiser im angestellten Verhältnis, ein bisschen Zeit weniger, um mehr in mein eigenes Unternehmen zu investieren.
00:30:31: Ich will auch gerne so erfolgreich sein mit meinem Postcast, wie du mit deinen Männerkrebsportcast.
00:30:37: Ich arbeite daran, meine Nachricht für mehr Resilienz bei Führungskräften und Unternehmerinnen unter die Leute zu bekommen.
00:30:44: Alles in allem kann ich dir sagen, es geht mir gut.
00:30:47: wenngleich es auch an der einen oder anderen Stelle ein bisschen viel ist, das ich mir so vorgenommen habe.
00:30:55: Jedoch, es erfüllt mich und das ist mir wichtig.
00:30:58: Denn irgendwann fällt die Flatline auch über mein leidenschaftliches, liebendes und sportliches Herz herein und dann will ich mit Zufriedenheit meine Augen schließen können und wissen, es war liebevoll.
00:31:12: Es war gut.
00:31:13: Viert euch.
00:31:15: Ja?
00:31:16: Es war eine gute Zeit, die vergangenen Monate.
00:31:18: Viel los, viel Bewegung.
00:31:20: Aber wie sagte schon Einstein, die rennste Form des Wahnsinns ist es, alles beim Alten zu lassen und gleichzeitig zu hoffen, dass sich etwas ändert.
00:31:29: Insofern wünsche ich dir viel gute Bewegung für den twenty-six und zwanzig.
00:31:33: Servus und bis bald.
00:31:34: Hier
00:31:35: danke für die Frage, Wolfgang.
00:31:37: Ich kann am besten durch Bewegung erholen, ruhiges Spazieren gehen, ja auch wandern.
00:31:43: Manchmal sind auch ganz langsame Gehmeditationen nötig, aktuell aber auch gerade sehr beim Lauftraining.
00:31:51: Und was die Orte angeht, mich beruhigt das Meer extrem, die Wellen, die Brandung, die verlangsamt meinen Herzschlag.
00:32:00: Da das Meer von Wien so weit weg ist, gehe ich stattdessen in den Wald und lausche dort den Wind in den Bäumen.
00:32:07: Das hört sich endlich an.
00:32:10: Teile deine Gedanken oder offen gebliebenen Fragen zu dieser Folge als Kommentar auf Social Media, Podgeo oder Spotify.
00:32:18: Wenn dir das zu öffentlich ist, sende mir direkt eine Sprachnachricht oder ein E-Mail an podcastatalexandergreiner.com.
00:32:27: Wenn dir der Podcast gefällt, gib ihm einige Sternchen in der App, in der du ihn gerade hörst und abonniere ihn.
00:32:34: Das hilft anderen, ihn schneller zu finden und teile ihn mit Menschen, denen er helfen könnte.
00:32:40: Wenn du diesen Podcast gut und wichtig findest, dann unterstütze die Arbeit daran.
00:32:44: Mit einer Support-Mitgliedschaft hilfst du mir regelmäßig neue Folgen zu produzieren und erhältst zu jeder neuen Folge ein E-Mail mit ergänzenden Infos.
00:32:54: Außerdem hast du dann Zugriff auf das komplette Newsletter-Archiv.
00:32:58: Auch einmalige Spendenhilfen.
00:33:01: In zwei Sonderfolgen vom Dezember und auf meiner Website lege ich meine Einnahmen und Ausgaben auf.
00:33:06: den Link findest du in den Schornots.
00:33:08: Eine gute Zeit dir bis in zwei Wochen.
00:33:14: Die Inhalte dieses Podcasts ersetzen keine ärztliche Beratung oder Behandlung.
00:33:19: Sie geben persönliche Erfahrungen von Betroffenen wieder und sollen zum Nachdenkenanregen Orientierung bieten und Gespräche ermöglichen.
00:33:25: Kläre gesundheitliche Fragen immer mit deinem ärztlichen Team.
Neuer Kommentar