Darf man mit Krebs glücklich sein? · Folge 40
Shownotes
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Was bedeutet Glück, wenn der Alltag von Krankheit geprägt ist? Wenn Energie begrenzt ist. Wenn sich Prioritäten verschieben. Und wenn kleine Momente plötzlich eine andere Bedeutung bekommen?
Martin (Morbus Waldenström) findet Glück in der Fotografie: im genauen Hinschauen, im Eintauchen in Details und in Fantasiereisen, die ihn für einen Moment aus der Krankheit herausführen. Richard (metastasierter Lungenkrebs) beschreibt Glück als etwas sehr Konkretes: wenn eine Reparatur gelingt, wenn der Körper mitmacht, wenn seine Frau weniger Sorgen hat. Auch wenn ihm das Basteln durch Nervenschäden schwerer fällt, bleibt es ein zentraler Anker.
Bernhard (Hodgkin-Lymphom) erlebt Glück als intensive Herausforderung: Er schwimmt durch Alpenseen, testet Grenzen und beschreibt diese extremen Erfahrungen als zugleich härteste und erfüllendste Momente. Stephan (Hodenkrebs) richtet den Blick auf das Grundsätzliche: auf das bloße Dasein, auf kleine innere Verschiebungen und auf „Erfolge, die nicht in der Zeitung stehen“.
Diese Folge zeigt, wie unterschiedlich Glück erlebt wird und wie es sich verschiebt: weg von großen Zielen hin zu konkreten Momenten, gelingenden Tätigkeiten und neuen Perspektiven.
Links:
- Morbus Waldenström (Lymphoplasmozytisches Lymphom, Immunozytom, MW, Waldenströms Makroglobulinämie) (DocCheck Flexikon)
- Martins Facebook-Gruppe „Spaziergänge in vergangene Zeiten“
- Lungenkrebs, nicht-kleinzellig (NSCLC)
- ALK-positiver Lungenkrebs, ALK+ (NSCLC, nicht-kleinzelliges Lungenkarzinom) (ALKpositiv Deutschland)
- Bernhard Hengl (Website)
- Bernhards Challenge (Substack Podcast)
- The Alpine Seven (NF Kinder, unbezahlte Werbung)
- Hodgkin-Lymphom (Morbus Hodgkin) (DocCheck Flexikon)
- Stephan Roiss, Schriftsteller & Musiker (Website)
- Stephan Roiss. Lauter. Jung und Jung, 2024 (unbezahlte Werbung), und hier der Buchtrailer dazu
- Hodenkrebs: S3-Leitlinie Diagnostik, Therapie und Nachsorge der Keimzelltumoren des Hodens (Leitlinienprogramm Onkologie)
Folgen zum Weiterhören:
- Krebs, aber noch nicht ausgebrochen – Martin und Morbus Waldenström (Gespräch) · Folge 34
- In Bewegung bleiben – Richard und der Lungenkrebs (Gespräch) · Folge 15
- Nonstop schwimmen ohne Neopren – Bernhard Hengl über Lymphdrüsenkrebs und mentalen Fokus (Gespräch) · Folge 23
- Vom ewigen Leistenwollen zur Ehrlichkeit mit sich selbst – Stephan und der Hodenkrebs (Gespräch) · Folge 21
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Hinweis: Die Inhalte dieses Podcasts ersetzen keine ärztliche Beratung oder Behandlung. Sie geben persönliche Erfahrungen von Betroffenen wieder und sollen zum Nachdenken anregen, Orientierung bieten und Gespräche ermöglichen. Kläre gesundheitliche Fragen immer mit deinem ärztlichen Team.
Host, Redaktion, Produktion: Alexander Greiner; Sound Design: Happy House Media, Asta Krejci-Sebesta, Tatjana Lukáš; Musik/Signation: Cool My Bass – BalloonPlanet; Titelsprecher: Stephan Andrejs; Cover: Studio Mana, Romana Reisenberger; Foto: Franzi Kreis
Gefördert durch die Wirtschaftsagentur Wien. Ein Fonds der Stadt Wien. Realisiert in redaktioneller Unabhängigkeit.
Transkript anzeigen
00:00:00: Es gibt auch die kleinen Erfolge, die nicht in der Zeitung stehen.
00:00:02: Sondern man hat sich heute eben nicht über den Nachbarn geärgert, der seinen Hund in den Garten kacken hat lassen.
00:00:25: Was tut Mann mit Krebs?
00:00:27: Was hilft was hilft nicht und wie könnte es besser sein?
00:00:30: Darum geht's in diesem Podcast!
00:00:32: Krebs ist scheiße da gibt gar nichts zu beschönigen.
00:00:36: aber heißt das gleichzeitig dass es mit KreBS gar nichts mehr schönes im Leben gibt?
00:00:41: verdrängt eine Krebsdiagnose alles Glückbringende aus dem Leben, was sich im Leben gut anfühlt?
00:00:47: Nein.
00:00:48: Sicher nicht!
00:00:49: In dieser Folge frage ich meine Gesprächspartner welche Momente ihnen wichtig sind wenn sie Erfüllung verspüren was ihnen Kraft gibt woran Sie sich glücklich schätzen.
00:01:01: Es geht aber dabei nicht darum ob jemand mit dem Pech der Diagnose Glück gehabt hat weil der Krebs gut behandelt war ist sondern es geht um Glücksmomente.
00:01:12: Die Männer in dieser Folge erzählen vom Fotografieren, von Fahrradreparaturen, großen sportlichen Challenges und alltäglichen kleinen Freuden.
00:01:23: Der erste Mann in der Folge ist Martin.
00:01:25: Er hat die Diagnose Morbus Waldenströmen.
00:01:28: Das ist eine sehr seltene Bluterkrankung Und wird zu den Lymphomen gezählt.
00:01:33: Er hat mir erzählt dass er früher viel hektischer und umtriebiger war.
00:01:38: Heute ist er ruhiger und gelassener.
00:01:41: Eine zentrale Rolle spielt aber sein Hobby, die Fotografie.
00:01:44: Ich schaue mal die Details an und freue mich über wenn es jetzt eine Hausverzierung ist wie schön Menschen arbeiten konnten oder können.
00:01:53: ich bewundere dann die Arbeitsleistung und die Ideenreichtum was dahinter steckt weil wenn man sich jetzt zum Beispiel nur zum Beispiel mein Parlament anschaut wie schön da die Wand Verzierungen sind usw.
00:02:12: Das macht mich glücklich, das macht mir froh, dass wir in einer Stadt wohnen, wo wir wirklich so schöne historische Gebäude haben.
00:02:19: Das heißt du fotografierst hauptsächlich Architektur?
00:02:22: Architektor ja!
00:02:22: Ja.
00:02:24: So um die Jahrhundertwende, so um achtzehn, sieben an der Achtzig, achtzehneun an der Achtzig, neunzehn fünf bis sage ich einmal neunzentviertzehn und was danach ist... seltener.
00:02:41: Das muss man wirklich dann anreiz geben, also die klassischen Gemeinde bauten das fotografiere ich nicht.
00:02:48: Obwohl es da auch einige schöne gibt?
00:02:50: Ich weiß es!
00:02:51: Auch mit schönen Wand ... Also Verzierungen vielleicht nicht gerade aber so Figuren sieht man oft auf den Wänden.
00:02:57: Ja, da mache ich ja nie auch Fotos.
00:02:59: Aber ich fotografiere nicht das ganze Gebäude sondern ich fotografieren nur die Details.
00:03:05: Beim fotografieren geht es Martin nicht um Bildlein, sondern um das Eintauchen in eine andere Zeit.
00:03:13: Welche Momente sind mir besonders wichtig?
00:03:16: Wo Menschen lachen, wo Menschen glücklich sind und wo sich Menschen empfrieden haben und übergehen.
00:03:25: Und die ganze Streitereien
00:03:27: usw.,
00:03:29: das macht mich dann eher unharmonischer.
00:03:31: Aber dieser Moment ist dann einfach glücklich
00:03:35: sein.
00:03:37: Also wo auch du lächst und mit deinen Freunden lächsten?
00:03:41: Ja.
00:03:41: Aber was jetzt die Fantasiewelt betrifft, das ist dann der Moment... Das macht mich dann aber glücklich!
00:03:46: Das macht mir dann zurückdenken wie könnte es gewesen sein?
00:03:50: usw.
00:03:52: Martin führen diese Momente in denen er Glück empfindet wenn er beim Fotografieren seine Fantasie anregt und wenn er mit anderen Menschen lacht aus der Krankheit heraus und in einen Zustand innerer Ruhe.
00:04:06: Bei ihm wird deutlich eine Beschäftigung, die die volle Aufmerksamkeit braucht kann die Krankheit in den Hintergrund rücken lassen.
00:04:15: Und wenn sie dann auch noch die Achtsamkeit fördert, kann das auch noch als erfüllend wahrgenommen werden.
00:04:21: Ähnlich ist es bei Richard.
00:04:23: Er hat mir das der sierten Lungenkrebs, genauer gesagt nicht kleinzelligen Lungen Krebs aufgrund einer Genmutation die Großteils beim Menschenauftritt, die wenig nur kurze Zeit oder sogar nie geraucht haben.
00:04:37: Ich habe ihn nach jenen Momenten im Leben gefragt, die ihm wichtig sind.
00:04:42: Dazu zählt das Reparieren von alten Fahrrädern in seiner Werkstatt.
00:04:46: Richard?
00:04:50: Na ja welche Momente... weil man nichts wehtut, was so blöd das klingen mag.
00:05:05: Ja und natürlich wenn meine Frau keine Sorgen hat oder keine Sorge haben muss ist es auch extrem wichtig.
00:05:15: Aber wichtig sind für mich eigentlich ja, wenn ich Erfolgserlebnisse habe... Aber wenn man irgendwas beim Basteln gelingt oder eine Reparatur gelingt, oder ich halt den OL für mich auf die Orientierungslauf erfolgreich bin, in dem ich alles gefunden habe.
00:05:40: Das sind eigentlich Glücksmomente aber das war vorher schon vor der Erkrankung also immer... Wenn man beruflich dienstlich was gelungen ist oder technisch der ich nicht was umsetzen habe können.
00:05:53: In diese Richtung geht es bei mir ja, aber verstärkt im Zuge der Krankheit natürlich auch auf meine Beziehung oder auf meine Frau, wo ich halt dann auch merke dass das in Partner hat sehr belastet und damit musste doch einmal umgehen lernen.
00:06:17: Ich hatte es bereits im zehnten Jahr nach der Diagnose Eine lange Zeit mit vielen Rückschlägen, einer davon Sensitivitätsstörungen in den Fingern.
00:06:27: Das Reparieren fällt ihm daher nicht mehr so leicht wie früher – er macht das aber trotzdem!
00:06:32: Weil das seine Glücksmomente sind wenn Reparaturen gelingen.
00:06:38: Und was, wenn einen die Krebserkrankung zu richtig großem anspornt?
00:06:44: Davon erzählt Bernhard Hänge.
00:06:47: Er hatte Morbus Hodgkin, Lymphdrösenkrebs Und was im Kontext dieser Folge dieses Themas Glück noch wichtig zu wissen ist, er ist ehemaliger Wasserball-Bundesligerspieler.
00:07:01: Während seiner Therapie fällt ihm auf, dass nur wenige Menschen über Krebs sprechen – obwohl nahezu jede Person jemanden mit Krebs kennt!
00:07:09: Deshalb will er öffentlich für das Thema Krebs aufmerksam machen und hat sich weil er offenbar gerne im Wasser ist etwas Besonderes einfallen lassen.
00:07:20: Bodensee, so Längsquerung.
00:07:21: Wie wäre es?
00:07:23: Eigentlich eine coole Idee!
00:07:25: Da haben wir uns einen zweiten Trainer gesucht und gesagt... Geil jetzt haben wir die Geschichte da, jetzt machen wir's.
00:07:29: Und dann hat natürlich jeder gesagt, Bernhard, na du bist über vierzig, bist quasi ehemaliger Krebspatient, reißt den Mund nicht weit auf aber probier wenn du willst.
00:07:42: Naja, so ist die Geschichte entstanden und wir haben es aber noch größer gemacht.
00:07:46: Wir haben dann die Alpine Seven daraus gemacht, also sieben ikonische Alpenseen.
00:07:51: Die in den nächsten Jahren durchschwimmen wir um eben Aufmerksamkeit zu regnen für Menschen, die mit einer Krankheit leben und da war der Arta Seder erste und da wurden sie am zwölften Juli, der zweite Sedemie durchgeschwommen
00:08:02: haben.
00:08:02: Wow okay das heißt du hast dir jetzt nicht irgendwie abschrecken lassen von diesem Ansage naja du bist doch schon über vierzig?
00:08:09: Das hat mich eigentlich sogar mehr angespannt muss ich gestehen.
00:08:11: Ich
00:08:13: bin mein Kopfticket leider so Wenn jemand sagt, es ist eigentlich nicht möglich.
00:08:18: Dann macht's mir noch neugieriger und es zündet so ein bisschen das Feuer in
00:08:22: mir.".
00:08:23: Und mit dieser selbst der auferlegten Challenge erreicht er etwas, dass bisher nur sehr wenige geschafft haben?
00:08:30: Die gewinne.
00:08:30: sechste Person, die sie überhaupt geschafft hat – und allererste Österreicher!
00:08:36: Es hat an Österreichern gegeben, der knapp bis ins Ziel gekommen wäre.
00:08:40: Der hat leider – und das ist wirklich tragisch.
00:08:43: Fünfhundert Meter vom Ziel haben sie auszuholen müssen wegen beidseitiger Lungenentzündung.
00:08:48: Ich
00:08:48: bin der Erste, aber eigentlich muss man fast sagen er hätte es eigentlich verdient.
00:08:52: das Ehre erst über, weil fünfhundert meter ist gar nichts.
00:08:54: Aber so bin ich halt in den Geschichtsbüchern und Anfangszeichen nicht der erste Österreicher der es geschafft hat.
00:09:00: Fünfundsechzig Kilometer boden sich durch ohne Neoperieranzug, ohne Pause, ohne irgendwo festhalten.
00:09:05: Das ist ja jetzt was mal jeden Tag macht, oder?
00:09:07: Jeden Tag wird es nicht empfehlen.
00:09:09: Weil ich war knapp bis sechsundzwanzig Stunden am Weg.
00:09:12: Das war das härteste und das geilste, was ich je gemacht habe.
00:09:16: Bernhard hat nach dem angesprochenen Attersee und dem Bodensee vergangenes Jahr auch noch einen dritten See durchschwommen – nämlich den Wörtersee in Kärnten.
00:09:26: Dieses Jahr folgen wenn es nach seinem Plan geht der Lago Maggiore, der Vierwaldstädtersee.
00:09:34: Die Links zu Bernhard's Challenge findest du in den Shownauts.
00:09:39: Kommen wir nun vom sehr großen zum ganz kleinen.
00:09:44: Davon erzählt mein letzter Gast in dieser Folge Stefan.
00:09:47: Er hatte Hodenkrebs, ist Schriftsteller und beschreibt eine sehr eigene Art auf das Leben zu schauen indem er auch im Alltag Momente findet die sich gut anfühlen durch gekontos relativieren indem er alles in einem größeren Kontext zieht.
00:10:27: Eigentlich ist es total mindblowing, aber man kann nicht jeden Tag sich völlig auf die Knie haben für eher Furcht.
00:10:35: Aber hier und da mehr drauf denken, dass das eigentlich überhaupt nicht selbstverständlich ist, dass wir da sind.
00:10:41: Kann ich nur empfehlen!
00:10:43: Diese Fülle ist ja dann eigentlich was ziemlich Gutes
00:10:49: oder?
00:10:50: Nicht vordergründig sondern in erster Linie Ja.
00:10:53: und natürlich birgt diese Füllen wie schon angedeutet auch total viel... Leid und unfassbare, schockierende Dinge und Taten und Erlebnisse.
00:11:09: Aber trotzdem ist prinzipiell diese Fülle oder diese Tatsache der Existenz und des Lebens einfach großartig.
00:11:18: Und wie machst du das dann in der Früh beim Aufwachen?
00:11:21: Das erste Moment, ich spüre meine Existenzen...
00:11:24: Nein, da gibt es überhaupt keine ... Ich weiß nicht, eine regelmäßige Meditation am Morgen oder so.
00:11:33: Manchmal habe ich das sogar, aber ja ... Nicht durchgehend!
00:11:39: Es passiert mir nur regelmäßig einfach so und für mich ist es total wichtig eigentlich, wenn wir das Gefühl ... Wir heben die ganze Zeit total ab im Alltag und wir beschäftigen uns mit unglaublich änglichten banalen Dingen um Erfolg oder irgendwer hat mir gekränkt, also was natürlich auf einer gewissen Ebene wichtig ist.
00:12:01: Ich würde das jetzt gar nicht kleinreden aber wenn man sich dann hier und da mal ein bisschen erdet und sagt ja ich bin da!
00:12:09: Ist es nicht Wahnsinn?
00:12:10: Da ist mir doch der Nachbarwurscht, der sein Hund in meinen Garten kacken lassen hat so ungefähr.
00:12:17: Also ich glaube es macht schön demütig und er zieht den Gewisserweise zu einer zu einer Lebensfreude.
00:12:24: Und lässt dich haben mit Ärger besser umgehen, höre ich raus?
00:12:28: Auch ja.
00:12:28: also da sind wir vielleicht bei der tatsächlichen Meditation, mit der ich zumindest ein bisschen Erfahrung habe oder so dieses ... Bei der Art von Meditation die manchmal im Augenblick viel zu wenig aber die manchmal sozusagen praktiziere geht es ja tatsächlich um dieses Runterfahren von allem Urteilen und Handeln müssen, sondern einfach mal wirklich... Das klingt immer so kitschig.
00:12:55: Aber es geht tatsächlich darum, einfach da sein und wahrnehmen und nicht immer sofort irgendwas einteilen und sofort reagieren auf irgendetwas.
00:13:01: Sondern einmal mal da sitzen und sagen, was ist?
00:13:04: Und ich bin auch da!
00:13:07: Auf der Ebene mal kurz bleiben.
00:13:08: Es kann im Alter gar nicht immer so sein aber hintermal ein bisschen runter holen.
00:13:12: wie gesagt, bisschen Erden macht entspannt, also nicht im Umgang mit Ärger damit zu sagen übertriebenen Begehren zum Beispiel.
00:13:22: Nein alle mögliche Sachen die vielleicht ein bisschen aus der Ruhe jemandem aus der ruhe bringen können.
00:13:29: Du hast vorhin Erfolg genannt.
00:13:30: was ist ein Erfolg für dich?
00:13:35: Das kann ganz verschiedene Gesichter haben.
00:13:36: also Erfolg hat ganz viele verschiedene Gesichtern.
00:13:40: Also der klassische Erfolg an den ich denke und viele werden wahrscheinlich auch daran denken, so dieser Erfolg von man ist beruflich erfolgreich.
00:13:51: Man bekommt viel Geld, Projekte werden umgesetzt und man bekommt Anerkennung durch Medienkolleginnen alles mögliche.
00:14:00: aber es gibt auch die kleinen Erfolge die nicht in der Zeitung stehen sondern man hat heute sich eben nicht über den Nachbarn geärgert seinen Hund in den Garten Kacken hat lassen, sondern hat durchgeabt mit und hat ihn freundlich gegrüßt.
00:14:18: Und hat vielleicht ihn freudlich darauf hingewiesen was das eigene Bedürfnis ist ohne dass man der völligen Aufruhr- und Inwallung gerät.
00:14:29: Dann gibt es wahrscheinlich Dimensionen des menschlichen Seins oder Zusammenlebens wo man auch von Erfolg sprechen könnte aber dadurch oft so kommerziell oder kompetitiv aufgeladen ist, als Wort.
00:14:47: Ist das eigentlich ein fremd Körper?
00:14:48: Man könnte auch Erfolg in der Liebe haben aber eigentlich widerspricht sich das schon wieder weil ... In der Liebe ging es ja darum eben nichts leisten zu müssen sondern wiederum einfach da zu sein und akzeptiert zu werden und zu akzeptieren angenommen zu sein Und anzunehmen
00:15:08: Was in allen Gesprächen auffällt.
00:15:11: Glück entsteht hier nicht nur durch große Ereignisse oder Besitz, sondern durch konkrete Momente.
00:15:19: Durch Tätigkeiten die einen ganz in Anspruch nehmen – durch gelingende Situationen und eine veränderte Perspektive auf das eigene Leben.
00:15:28: Wie Stefan beschreibt kann es auch nur eine gewinnbringendere Sicht auf das Leben sein.
00:15:33: Glück kann auch nach oder sogar mitgräbs bei genauer Betrachtung überall auftauchen Selbst in einer ausweglosen Krankheitssituation wie bei Richard.
00:15:45: Ich denke mir, vielleicht geht es letztendlich beim Glück im Leben nicht nur um die gesamt sichtbaren glücklichen Lebensumstände sondern einfach nur um das kleine Glück, dass jederzeit überraschend nahe liegen kann!
00:16:10: Das hilft anderen, ihn schneller zu finden und Teile ihn mit jenen, denen er helfen könnte.
00:16:16: Wenn du den Podcast wichtig findest, unterstütze die Arbeit daran!
00:16:20: Mit deiner Support-Mitgliedschaft hilfst du mir regelmäßig neue Folgen zu produzieren.
00:16:24: Zu jeder neuen Folge bekommst Du ein E-Mail mit Hintergrundinfos.
00:16:28: Außerdem kannst Du auf das ganze Newsletterarchiv zugreifen.
00:16:32: Wenn Du dir keine regelmässige Unterstützung leisten kannst oder willst, freue ich mich auch über einmalige Spenden für den Podcast.
00:16:39: Die Links findest du in den Schaunotes.
00:16:41: Alles schön und dir,
00:16:43: bis in zwei
00:17:00: Wochen!
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