Zeit ist das Wertvollste – Nils Glaubke (Gespräch 2/2) · Folge 44

Shownotes

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Im zweiten Teil des Gesprächs mit Nils Glaubke geht es um das alltägliche Leben mit einer palliativen (unheilbaren) Krebsdiagnose: Wie verändert eine begrenzte Zeitperspektive den Blick auf Arbeit, Beziehungen und Prioritäten?

Nils spricht über seine persönliche „Fuck it List“ mit all jenem, das er bewusst nicht mehr tun will, ganz im Gegensatz zur klassischen „Bucketlist“. Es geht um den Umgang mit Angst, Kontrolluntersuchungen und der Endlichkeit sowie über Familie, Freundschaften und das Fehlen einer festen romantischen Partnerschaft.

Ein sehr persönlicher, offener Einblick ins Leben im Hier und Jetzt, und vor allem in das, was Nils anderen Menschen mit Krebsdiagnose mitgeben möchte.

Links und Quellen:

Mehr zu Nils Glaubke:

Teil 1 des Gesprächs: Ein Gentest verändert alles – Nils Glaubke (Gespräch 1/2) · Folge 43

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Noch ein Mann mit Lungenkrebs:

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Hinweis: Die Inhalte dieses Podcasts ersetzen keine ärztliche Beratung oder Behandlung. Sie geben persönliche Erfahrungen von Betroffenen wieder und sollen zum Nachdenken anregen, Orientierung bieten und Gespräche ermöglichen. Kläre gesundheitliche Fragen immer mit deinem ärztlichen Team.

Host, Redaktion, Produktion: Alexander Greiner; Sound Design: Happy House Media, Asta Krejci-Sebesta, Tatjana Lukáš; Musik/Signation: Cool My Bass – BalloonPlanet; Titelsprecher: Stephan Andrejs; Cover: Studio Mana, Romana Reisenberger; Foto: Franzi Kreis

Gefördert durch die Wirtschaftsagentur Wien. Ein Fonds der Stadt Wien. Realisiert in redaktioneller Unabhängigkeit.

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Transkript anzeigen

00:00:00: Wenn du dann denkst, dass die Kumpels mit denen ich aufgewachsen bin hier bei mir aus dem Dorf.

00:00:03: Dass sie alle Achtzig werden oder die meisten.

00:00:06: Das heißt, ich hab keine Vierzig Jahre gelebt und die können noch mal vierzig jahre machen.

00:00:11: Da denkst du dann hey ich will das aber mit euch erleben?

00:00:15: Das gilt es dann zu akzeptieren denn da muss man sich sagen sei froh, dass ihr überhaupt dabei bist.

00:00:19: Dass ich da jetzt nur positives drin sehen könnte finde ich nicht.

00:00:24: Ich find's immer noch scheiße wenn man so sagen darf, dass ich Krebs habe.

00:00:27: Es gibt immer bei mir einen Punkt, wo ich nicht weiteratmen kann.

00:00:31: Ich kann nicht ganz voll durchatmen, sondern es gibt so einen Widerstand dann.

00:00:35: Ich glaube auch, dass der Krebs sich den Falschen ausgesucht hat.

00:00:38: Am Ende bin ich derjenige, der am meisten kämpfen muss und am Ende sterben muss.

00:00:44: Die anderen müssen ohne mich weiterleben ja gegebenenfalls.

00:00:49: Meine Taktik ist absolut das Sterben zu ignorieren.

00:00:53: Ich denke, dass ich sehr vielen Menschen noch Bonus-Lebenszeit verschafft haben.

00:00:58: Es darf eins nicht passieren, der Akku darf nicht ganz leer.

00:01:01: also das habe ich auch schon ein paar mal angestellt diesen Fehler wenn ich dann ganz komplett leer gefahren hab dann brauche ich für mich drei vier Tage bis ich wieder in Gang komme.

00:01:08: Ich glaube vom Charakter oder den Grundzügen bleibt man ungefähr der gleiche aber natürlich ändern sich die Ansichten.

00:01:15: Also deine Entscheidungen kriegen eine ganz andere Basis.

00:01:18: du guckst ja aus einer ganz anderen Brille drauf bin jetzt weit weg davon mein Leben nur noch perfekt zu leben sondern mir geht es Darum zu leben.

00:01:28: Aber wenn du dir selber ein, zwei Fragen stellst und die alle mit... Das tut mir nicht gut beantwortest dann.

00:01:36: Beantwortest du die Frage eigentlich schon selber?

00:01:38: Ich mein, hustet sehr stark!

00:01:40: Und dann sag man, die gucken dann alle und sind natürlich gespannt was jetzt ist ob ich aufhört zu husten.

00:01:44: und dann sage ich dann ja keine Angst heute sterbe ich noch nicht.

00:02:03: Was tut man mit Krebs?

00:02:05: Was hilft, was hilft nicht.

00:02:07: Und wie könnte es besser sein?

00:02:08: Darum geht's in diesem Podcast!

00:02:10: Wie ist das mit einer unheilbaren Krebserkrankung zu leben?

00:02:14: Dazu hast du in der vorigen Folge Nils Glaubge gehört.

00:02:18: Er hat Lungenkrebs im palliativen Stadium.

00:02:21: Mittlerweile lebt er schon dreieinhalb Jahre damit.

00:02:24: Wenn du den ersten Teil meines Gesprächs mit ihm noch nicht kennst Hör dir zuerst Folge drei und vierzig an In diesem zweiten Teil des Gesprächsketzens eingemachte.

00:02:35: Wir reden über die Kampfmetapher, über Vergänglichkeit und was ein gutes Leben – vor allem Lebensqualität ausmacht!

00:02:42: Es geht um Ängste, Beziehungen und um das, was Nils noch erreichen und schaffen möchte.

00:02:48: Unser Gespräch haben wir im Februar, hier nun der zweite und nochmals emotionalere Teil.

00:02:57: Würdest du auch sagen, es gibt diese Idee, dass ich kämpfe gegen den Krebs an?

00:03:03: Diese Kampfmetapher und ich tue alles dagegen.

00:03:05: Würdest Du sagen, Du kämpfst gegen den Krebs oder wie bezeichnest Du Deinen Umgang mit der Krankheit?

00:03:12: Ja das ist eine gute Frage und ich glaube, in welcher Stelle Du der Behandlung bist auf Du einem hoch bist oder einen tief bist oder dazwischen.

00:03:26: Würdest du diese Frage immer anders beantworten?

00:03:29: Viele sagen ja, der Krebs hat mir etwas gezeigt.

00:03:34: Da würde ich sagen, da hätte ich lieber den Bandscheibenvorfall gehabt oder den habe ich noch aber.

00:03:40: Das wäre gut genug gewesen oder so eine kleine Vorstufe.

00:03:45: also ich hätte jetzt nicht unbedingt Lungenkrebs im Endstadium gebraucht.

00:03:50: das ist mir ein bisschen doch zu hart.

00:03:53: Dieser Wink mit dem Soundfall, das war doch ein bisschen zu hart.

00:03:59: Ja ansonsten... Das kommt immer drauf an!

00:04:02: Also es kommt wirklich immer darauf an.

00:04:03: Ich würde jetzt sagen dass ich damit eigentlich relativ gut umgehen kann aber wenn ich mich an unser Gespräch jetzt vor keine Ahnung, vier Stunden erinnere trotzdem denke ich immer noch dass der letzte Kalenderblatt da ist.

00:04:19: also Nee, ich kann mich absolut nicht mit daran anfreunden.

00:04:23: Ich versuche aus jedem Tag das Beste zu machen und möglichst vielen Menschen zu helfen.

00:04:29: Aber dass sich da jetzt nur positiv ist drin sehen könnte, finde ich nicht.

00:04:34: Ich find's immer noch scheiße wenn man so sagen darf, dass ich Krebs hab.

00:04:37: Also das ist ... Finde ich immer.

00:04:39: Das ist unfair und ich hadere mit jedem Tag.

00:04:44: Das is auch nicht so!

00:04:45: Sondern ... Esa komm, gehen wir an?

00:04:49: Ein gewisser Kampfmodus ist aus meiner Sicht ein Muss, weil du kämpfst auch gegen Nebenwirkungen und zwar nicht jetzt mit ablocken sondern mit Routinen.

00:05:01: Du musst dauerhaft deine Haut einkrehen, musst darauf achten was du isst.

00:05:05: Du muss natürlich auch eine gewisse Pflege in der Einnahme der Medikamente haben die Zeit mit essen bestimmte Sachen weglassen, die diese Medikamente beeinflussen können und so weiter und sofort.

00:05:23: Und das ist auch eine Art von Kampf.

00:05:25: Also der Kampf gegen den eigenen inneren Schweinehund ist ein Kampf!

00:05:32: Es kann auch mal sein dass ich eigentlich einen Film gucken will aber das Wetter ist gerade so okay draußen rechne nicht dass ich jetzt losgehen muss um meinen Spazierer machen muss für eine Stunde.

00:05:41: Das ist auch nicht immer gleich so ein Juhu, sondern da fangen die ersten zehn Minuten vielleicht mit Kämpfen an und dann kommt das Juhuu.

00:05:50: Was tust du?

00:05:50: Dann hörst Du Musik oder achtest Du auf der Natur um Dich herum.

00:05:55: wie kann ich mir den Nils beim Spazieren gehen vorstellen?

00:05:58: Ja je nach Laune tatsächlich!

00:05:59: Also entweder höre ich was oder ich bin so voll.

00:06:03: also nehmen wir jetzt als Beispiel diese Stunde die ich täglich mache um meine E-Mails zu beantworten und sowas.

00:06:10: Und wenn dann auch noch ein Anruf kam und so, ich schon zu voll geladen bin von Wörtern.

00:06:15: Dann lasse ich meine Kopfhörer raus genießt nur, höre auf meiner Atmung, hör mich rein versuche immer etwas tiefer zu atmen.

00:06:25: also gar die Lunge ist dann immer sehr im Mittelpunkt.

00:06:29: dass ich gucke wann.

00:06:31: es gibt immer bei mir einen Punkt wo ich nicht weiteratmen kann.

00:06:35: Also ich kann nicht ganz voll durchatmen.

00:06:36: Sonst gibt's einen Widerstand Und auf den achte ich, ob ich den Stück erweitern kann.

00:06:43: Ob ich ihn dann noch trainieren kann und dass ich den ein Stück verschiebe.

00:06:47: Dass ich weiter einen anbringen kann.

00:06:48: Das kommt immer auf die Situation an.

00:06:50: Es gibt aber auch Situationen wo ich dann leer nach draußen gehe... ...und dann scheint die Sonne und dann machst du dir irgendeine Happy Playlist an oder besonders beim Fahrrad fahren.

00:07:01: Dass du dann einen nur rein machst um dem Verkehr natürlich zu hören Aber dass du dann irgendwie was brauchst, den Sonnenschein mit deinen Gefühlen nochmal so ein bisschen noch mal auf einer anderen Ebene hebt.

00:07:17: Hast du da eine eigene Happy Playlist oder verwendest du einen bestehenden?

00:07:22: Okay.

00:07:22: Irgendwann

00:07:23: nehmt

00:07:23: das dann?

00:07:24: Ich nehme irgendeine... ich bin so breit gefächert in meinem Musikgeschmack, dass es tatsächlich alles müh ist.

00:07:31: Also manchmal ja ... Hör ich CCR und auf der anderen Seite höre ich dann ME-Deutschrad.

00:07:39: Das ist bei mir tatsächlich sehr weit gefächert, kommt wirklich immer auf meine Laune drauf an.

00:07:47: Du hast vorhin wegen dem Kampf gegen den Krebs auch so ... das sind jetzt meine Worte vom Frust der Erkrankungssituation gesprochen.

00:07:56: Weiß nicht genau wie du gesagt hast?

00:07:58: Hast du dich auch jemals gefragt oder fragst du dich manchmal so warum ich?

00:08:04: Ja Ja, da kann man auch philosophisch werden.

00:08:09: Ich glaube auch dass der Krebs sich den Falschen ausgesucht hat.

00:08:14: Weil ich kämpfe ja auf allen Bahnen dagegen oder versuche andere zur Zweitmeinung zu überreden und ich glaube das ich sehr vielen Menschen noch Bonus-Lebenszeit verschafft habe die der Krebes so nicht zugelassen hätte.

00:08:33: Warum ich ist, glaube ich durch meine BRCA-Mutation schon ziemlich geklärt.

00:08:40: Also das hat eher so aufgeräumt... Ich habe sehr früh meine Oma verloren und habe meine Urohoma begleitet beim Sterben usw.

00:08:48: Und sofort.

00:08:50: jetzt weiß ich dass sie alle BRCA haben.

00:08:53: Was mich beruhigt ist dadurch dass es bei mir gefunden wurde auch meine Mutter Ich weiß nicht ob, aber hoffentlich jetzt retten konnte mit dieser viel, viel besseren Überwachung und Diagnostik die sie jetzt bekommt.

00:09:11: Ja deswegen ja ich will es... Also natürlich würde ich am liebsten ohne Krebs dastehen gar keine Frage also mit neununddreißig Alex ich sollte ja mit neuneinunddreißig sterben so wie das erste Krankenhaus das so prophezeit hat.

00:09:27: Und wenn du dann denkst, dass die Kumpels mit denen ich aufgewachsen bin hier bei mir aus dem Dorf.

00:09:32: Dass sie alle Achtzig werden oder die meisten.

00:09:37: Das heißt Ich habe keine Vierzig Jahre gelebt und die können noch mal vierzig jahre machen.

00:09:42: Da denkst du dann Hey!

00:09:43: Ich will das aber mit euch erleben.

00:09:45: also wir reden ja schon so viel über unsere ersten vierzig Jahre was wir zusammen angestellt haben.

00:09:52: Was?

00:09:52: Was können wir noch machen?

00:09:53: Also was verpasse ich alles und das will ich nicht verpassen.

00:09:58: Ich will dabei sein, ich will mittendrin sein und dann kommt dieser Schuss Trauigkeit.

00:10:04: Also wenn dann kommt... Und ich liege da irgendwo und die können das alles noch erleben.

00:10:13: Das ist natürlich etwas mit dir macht und da gebe auch zu dass ich in dieses Loch nicht rein darf.

00:10:20: Also das ist so ein Loch, da darf ich nicht rein.

00:10:24: Da muss ich mich am Rand aufhalten Und den richtigen Moment kriegen, wo ich wieder raus gehe oder weiter weggehe von diesem Loch.

00:10:33: Weil da merke schon das ... Das ist die, jetzt kennst du das Gefühl.

00:10:37: als Kind hat man manchmal gesagt was kommt danach?

00:10:39: Also das habe ich ein paar mal in der Pubertät so gehabt.

00:10:42: Ich hab meinen Vater auch, der ist vor meiner Geburt gestorben und dann dachte immer Was passiert denn nach dem Tod?

00:10:47: Wenn du dir nur etwas Schwarzes vorstellst, wo du bist und alle anderen sind noch an der bunten Welt Dann Ja, ist das so ein Punkt den ich überhaupt nicht an mich ran lassen kann?

00:11:00: Du sagst du gehst zu einem Rand von diesem Loch entlang.

00:11:03: Das hört sich eine ziemliche Gärtwanderung an.

00:11:06: wie gelingt es dir dann oben zu bleiben und nicht zu weit in das Loch hineinzuschauen oder gar hineinzukippen?

00:11:13: Ja, mich mit Freunden zum Essen zu verabreden.

00:11:17: Ich stürze mich ins Leben!

00:11:19: So kann man das eigentlich nicht alleine auf der Couch ... irgendwo alleine sein, wahrscheinlich noch in eine Bar gehen.

00:11:27: Alleine wie so ein... In einem Film der melancholisch am Tresen zu sitzen.

00:11:32: Nee nee dann ich gehe dann rein ins Leben und stürze mich in irgendwelche Abenteuer.

00:11:39: kurz Urlaube essen gehen Freunde treffen irgendwie sowas.

00:11:44: also das ist denn so meine Exit-Strategie die ich da so habe.

00:11:51: Du hast von der Traurigkeit gesprochen.

00:11:52: wie du vorhin begonnen hast zu erzählen, habe ich mir auch gedacht so da müsste wahrscheinlich auch sehr viel Wut da sein.

00:11:58: oder glaube ich hätte wahrscheinlich Wut.

00:12:01: Gibt es das auch dass du manchmal wütend bist?

00:12:06: Ja klar kommt das also besonders wenn du diese... Wenn du Dinge nicht machen kannst.

00:12:11: Also jetzt haben wir ja schon mal Essen gehen und dann eine Bar besprochen.

00:12:14: Du bist auf jeden Fall wahrscheinlich der erste der diese Bar verlassen muss weil du einfach kaputt bist.

00:12:20: Das Energielevel ist wesentlich geringer.

00:12:24: Aber das gilt es dann zu akzeptieren, da muss man sich sagen sei froh dass du dabei bist.

00:12:31: Das muss man halt so knallhart sagen und dass ich das soweit genießen darf.

00:12:37: Ich bin überhaupt keiner der diesen Frust oder Wut rauslässt also auch nicht habe weil das war schon vor der Krebserkrankung meine Überzeugung ich kann nichts verändern worauf ich keinen Einfluss hab.

00:12:53: Also wenn es jetzt, ja wie ein Medikament gegen meinen Krebs geben würde Dann würde ich den gesagt er alles dafür in Bewegung setzen würde das zu kriegen also die Firmen anschreiben was ich was machen also mich um Studienbewerben und nur Ich.

00:13:10: es gibt jetzt im Moment keine Möglichkeit diesen krebs zu löschen Das rückgängig zu machen.

00:13:16: Wenn ich darauf keinen Einfluss habe dann ist Es auch mal an der zeit loszulassen.

00:13:21: sich kann auch keine Beziehung davon überzeugen, wenn jemand einen verlassen will oder wenn jemand geht.

00:13:29: Oder wenn Freunde gehen oder wenn dieses Cancer-Ghosting nicht damit umgehen kann und sich dann ja das habe ich teilweise auch erlebt also dass welche nicht damit Umgehen können.

00:13:40: Ich habe auch in meinem engsten Umfeld Welche die das ignorieren Also die sagen Ja aber jetzt du lebst ewig also Du bist der eine der Und die sich das an sich gar nicht ran lassen.

00:13:53: Wenn ich denen dann mit diesen Statistiken kommen würde, dass achtzig Prozent aus meiner Studie schon nicht mehr da sind zum selben Zeitpunkt.

00:14:01: Wie wie jetzt?

00:14:01: Mit acht und dreißig Monaten Dann würde es die voll aus der Bahn ziehen.

00:14:07: also das würde für die dann auch wirklich ein mentales Breakdown bedeuten Und deswegen ziehe ich die da nicht rein.

00:14:18: Wer bin ich, dass ich darüber entscheide?

00:14:21: Also du musst jetzt wissen das ich morgen sterben kann.

00:14:26: Das ist gar nicht meine Aufgabe.

00:14:28: also wenn die damit klarkommen und dass deren Ex jetzt Strategie ist dann ist es so.

00:14:35: Ich merke immer viele auch über Instagram sieht man das ja die den anderen den Anverwandten oder Freunden dann beibringen wollen was sie zu fühlen haben.

00:14:44: aber das ist nicht meiner Aufgabe.

00:14:47: Also ich muss erst mal gucken, dass ich nicht in dem Loch verschwinde.

00:14:54: Sondern das ich auf beiden Beinen bin... Am Ende bin ich derjenige, der am meisten kämpfen muss.

00:15:01: Am Ende ist auch derjenig, der sterben muss.

00:15:04: Die anderen müssen ohne mich weiterleben gegebenenfalls.

00:15:09: Aber derjenigen, der die Sachen nicht mehr mitmachen kann, wenn ich... Und so ist es auch bei den anderen.

00:15:15: Die anderen müssen trauern und nicht ich, die anderen müssen mit dieser Sichtweise auf mich leben... ...und nicht ich!

00:15:24: Also deswegen kann ich denen auch nicht vorgeben was sie zu denken haben oder was sie zufühlen haben.

00:15:32: Bei diesen ganzen Gefühlen, die wir jetzt besprochen haben und du hast jetzt auch nochmal die Konfrontation mit dem Sterben angesprochen kommt da auch manchmal Angst drauf.

00:15:42: Ja, da kommen wir wieder zu diesem Loch.

00:15:44: Ich beschäftige mich nicht damit.

00:15:46: Also das ist auch wieder meine Strategie.

00:15:50: Natürlich habe ich manchmal wenn ich solider höre eine Idee ach dass wäre ganz cool wenn es auf der Beerdigung wäre weil das ist ganz gut für mich oder stellt mich ganz gut dar oder habe ich gern gehört Aber ich lasse das gar nicht zu.

00:16:05: Es gibt tatsächlich auch Patienten, die ich kenne, die das komplett minuziös durchgeplant haben wie was zu sein hat, welche Farbe welche Schleife hat und so weiter und sofort.

00:16:17: Ich beschäftige mich erstmal mit dem Leben.

00:16:19: Das ist meine Strategie.

00:16:21: Also ich werde jetzt erst mal leben Und das völlig auskosten.

00:16:25: Wenn es soweit ist Dann werde ich es wohl schon irgendwie merken Und regel das dann in den letzten keine um vierzehnzehnte Stunden.

00:16:34: meine Taktik ist absolut das Sterben zu ignorieren.

00:16:39: Ja genau, da denke ich gar nicht dran.

00:16:42: Dass du mir jetzt schon die nächste Frage vorweggenommen... Ich wollte eigentlich nur fragen so ob Angst aufkommt oder Panik manchmal?

00:16:49: So dass du eben vielleicht diese Dinge nicht mehr erleben kannst wie du vorherhin gesagt hast.

00:16:53: Du schaust es zurück nach noch vierzig Jahre wirst du vielleicht oder wahrscheinlich oder je nachdem welche Statistik man konsultiert eher nicht haben.

00:17:02: Ist das angsteinflößend?

00:17:04: Ja, das ist es.

00:17:05: Aber tatsächlich kommt diese Angst dann auch nur hoch in schlechten Momenten.

00:17:09: also wenn zum Beispiel die Nebenwirkung der Medikation richtig reinkickt und dich wirklich runterzieht und du spürst den Krebs wirklich sehr stark dass da da isst jemand der Energie saugt.

00:17:22: Also da ist jemand da.

00:17:24: ja das ist entweder höre ich auf meinen Körper und gönne mir Ruhe Wenn's tatsächlich körperlich ist Also wenn Rückschmerzen oder sonstiges tatsächlich sehr, sehr stark werden.

00:17:37: Wenn es psychisch ist ja dann wie eben schon gesagt stört sich mich ins Leben und oder lad jemand ein mit dem ich dann reden kann oder so.

00:17:48: Das sind verschiedene Vorgehensweisen.

00:17:51: also körperlich kann's sein dass dieser Spaziergang dann erweitert wird weil ich merke ja du musst jetzt mal raus.

00:17:57: das war irgendwie zu viel Rumligerei oder zu viel Pause oder ich merke, es war zu viel Action.

00:18:03: Du bist wieder von irgendeinem Patiententreffen zum anderen gerast weil du unbedingt beides machen wolltest.

00:18:12: eigentlich war's zuviel, du hättest eins absagen müssen.

00:18:16: dann musst du dich mit Absicht rausnehmen.

00:18:18: also dann muss da irgendwie die Bremse getreten werden.

00:18:21: ja und so versuche ich diese Stellschrauben immer zu justieren Bremsetreten, Gas geben um irgendwo diesen Mittelweg zu finden.

00:18:34: Sehr konstruktiv für Ansatz, gefällt mir.

00:18:38: Danke dir!

00:18:39: Ja weil es darf eins nicht passieren.

00:18:41: der Akku darf nicht ganz leer.

00:18:42: also das habe ich auch schon ein paar mal angestellt diesem Fehler wenn ich dann ganz komplett leer gefahren hab dann brauche ich wirklich drei vier Tage bis ich wieder in Gang komme und das kann ich... Also wenn man so eine Metapher aufbauen will, ist es tatsächlich für so ein Handyakku was du komplett leer gemacht hast.

00:18:57: Das muss dann auch irgendwie mal nach einer Stunde oder so ja am Kabel hängen ohne dass sie irgendwas tut.

00:19:03: und so ist das glaube ich, wenn du's übertreibst also... Dann ist es schwer mit dem Akku aufladen.

00:19:10: Du hast jetzt nochmal die Verbindungen in deinem Umfeld, die menschlichen Verbindung angesprochen.

00:19:17: welche Gespräche, Momente, Erlebnisse sind dir in deinm Leben besonders wichtig?

00:19:24: Zeit!

00:19:25: Ich glaube Zeit ist tatsächlich.

00:19:27: Es kommt gar nicht drauf an, du kannst ja keinen romantischen oder keinen mit Verbundenheit gefühlten Moment herbeikonstruieren oder herbeivünschen sondern du musst einfach den Leuten, mit denen du gerne was machst, Zeit geben und die Leute, die dir Schaden oder Energie sorgen, die Zeit nehmen.

00:19:50: Also das ist tatsächlich das Einzige, was du tun kannst.

00:19:53: Du musst diese Umstrukturierung die du entscheidest, da sind wir wieder bei dem nur was du verändern kannst, kannst du auch irgendwie steuern und da entziehe ich Menschen die Zeit und gebe anderen Menschen die zeit.

00:20:08: Wäre der so zum Verteiler?

00:20:10: Auch mir die Zeit geben.

00:20:11: Das ist auch gar nicht so unwichtig.

00:20:15: sich selbst Zeit geben Das ist auch das Schwerste, diese Zeit geben ist eigentlich relativ einfach.

00:20:24: Aber Menschen die dir geschadet haben oder die dir Energie saugen, um die Zeit zu entnehmen oder denen die Zeit wegzunehmen – es ist die schwerste Aufgabe, die es gibt.

00:20:36: Es ist ein Jahr schneller gesagt als ein Nein.

00:20:43: Also ich habe wirklich ein Problem damit, nein zu sagen.

00:20:46: Oh du machst es.

00:20:46: trotzdem höre ich raus?

00:20:48: Ich mache es trotzdem.

00:20:49: Dort getrunken?

00:20:50: Ja, aber es tut weh.

00:20:52: Es tut wehh.

00:20:53: ja genau und das tut weäh bei manchen Personen.

00:20:56: auch manche Personen aufzugeben Das tut weeh.

00:20:59: Aber wenn du dir selber ein zwei Fragen stellst Und die alle mit es tut mir nicht gut beantwortest dann Beantwortest du die Frage eigentlich schon selber.

00:21:11: Ich frage mich jetzt, wie machst du das?

00:21:13: Du sagst es tut weh und du tust es aber trotzdem.

00:21:16: Lässt du dann keine Ahnung den Kontakt ausschleifen?

00:21:19: Machst du selbst Ghosting?

00:21:21: oder gibt's denn eine Art Trainingsgespräch wo der Person sagt hey ich glaube wir funktionieren nicht miteinander lassen was sein Wie machst du dass?

00:21:30: Nee ich schraube eher die Zeit zurück.

00:21:31: also ich gehe dann wenn du weißt dass zum Beispiel bis hier ist ja auch von ein und denselben Geburtstag gegangen weil es eigentlich Tradition ist Aber eigentlich diese Zeit, weiß ich, würdest du lieber mit anderen Personen ins Kino gehen oder irgendwie sowas.

00:21:48: Dann musst du dir selbst dann auch die ehrliche Antwort- oder Konsequenz vorführen, dass es wahrscheinlich nicht mehr richtig ist da hinzugehen.

00:21:57: Also das ist einfach an der Zeit dann nicht... Da gibt es andere Dinge, die dann wichtiger sind.

00:22:05: und wenn du zum Beispiel könntest jetzt eine Woche für irgendeinen Supersparpreis nach Spanien fahren.

00:22:12: Aber da ist diese eine Geburtstag in der Mitte, dann kommt ja die Frage, fährst du nicht nach Spaniens?

00:22:19: Weil du zum Geburtstag gehen willst und ich glaube da sind dann schwere Entscheidungen von Löten aber die müssen getroffen werden Und ich habe das immer ganz gut gemacht oder so gemacht weil es ist ja auch viel in der Zukunft also drei Monate voraus Geburtstage oder feiern wo du zu oder absagen musst ist für mich ja eh schwer, weil ich gar nicht weiß wie das nächste CT aussieht.

00:22:43: Deswegen hab auch den Mut dass du kurzfristig absagen kannst.

00:22:47: Hab auch vielleicht den Mut, dass du die Krankheit vorschieben kannst.

00:22:50: also wenn jemand mit Lunk jetzt im Endstahlium sagt es geht mir heute nicht gut wer soll dagegen sprechen?

00:22:56: Also ne das ist eigentlich so ein Totschlag argument.

00:23:01: aber ich stelle mir oft noch die Frage dann also zwar erst in vier wochen habe.

00:23:04: ich stell mir die frage Würdest du heute hingehen?

00:23:08: Hätte ich heute sofort Lust da drauf.

00:23:09: Es ist mir so

00:23:10: wichtig.".

00:23:11: Und wenn du dann sagst, ach nee habe ich heute auch keine Lust... Na dann ist die Frage hast du in vier Wochen denn auf einmal Lust darauf?

00:23:20: Also da gibt es ganz gute so selbstkritische Fragen, die sich dann fast von alleine beantworten und dann musst du nur noch den Mut haben dann auch wirklich die Konzen-Könzen zu ziehen!

00:23:33: Und da bin ich nicht gut drin.

00:23:34: Also, da bin ich selbst nicht gut drin.

00:23:36: Aber ich versuche immer besser darin zu

00:23:38: werden.".

00:23:41: Du hast das jetzt schon ein bisschen hergesagt, dass du auch ein wöchentliches Gespräch machst?

00:23:46: Dann hast du der psychologische Unterstützung?

00:23:47: oder welches Gespräch hast du da

00:23:48: angesprochen?".

00:23:49: Ja, ich habe auch schon Psychologien ausprobiert und ja natürlich spreche mit meinen Ärzten auch – auch wenn die keine Psycho-Onkologen sind aber natürlich sind sie auch so zur Wegbegleitern geworden.

00:24:03: Aber was ich meinte ist, ich habe eine Heilpraktikerin mit der ich Massage wie in der Plaudese Akkupunktur mache wegen der Haut und generell Energie und runterfahren vom ganzen System.

00:24:18: Wenn man da so mit der Akkupunktur irgendwie eine halbe, dreiviertel Stunde liegt dann bin ich zur Ruhe gezwungen.

00:24:23: Dann kann ich nichts machen sondern da bin.

00:24:30: vor dieser ganzen Prozedur machen wir noch ein persönliches Gespräch jedes Mal.

00:24:34: Und das ist viel mit einfach nur mit Reflexion verbunden, also dass sie mich reflektiert und Dinge reflektieren.

00:24:41: Also wenn ich jetzt dreimal hintereinander zu ihr komme, also ich komme einmal die Woche zu ihr und jedes mal gehetzt kommen weil ich gerade zwei Interviews hatte oder was ich weiß und ihr da jedesmal gleich erzählen dann kann Sie mir eine dritte Woche ruhig schon sagen sag mal hast du noch deinen Zeitmanagement im Griff, also ist das was du willst.

00:25:03: Also jedes mal so auf diese rettende Insel, Massagebank und Acupuncturebank zu springen weil du einfach so gehetzt bist vom Äußeren dann reflektiert das natürlich auch gut dass du sagst ne das war eigentlich nicht so geplant und es hilft schon.

00:25:22: Du hast vorhin zweimal erzählt von deiner ehemaligen Partnerin, Freundin.

00:25:28: Bist du denn jetzt wieder in einer Partnerschaft?

00:25:31: Nee ich bin ja schon unglaublich lange Single.

00:25:35: Hätte natürlich auch wirklich Lust wieder auf eine feste Partnerschaft.

00:25:41: Freunde und Familie hätte ich immer noch nicht abgehakt.

00:25:45: Natürlich ist das kein Muss mehr mit zweiundvierzig Jahren aber wenn es kommt dann kommt's So gesprochen.

00:25:53: Aber ja, die Person muss einem natürlich auch so über den Weg laufen und das muss auch irgendwie dann passen und alles muss passen.

00:26:04: Da kommt jetzt ja zwei Sachen zu.

00:26:06: Erst mal wenn wir älter werden sind wir nicht mehr so viel kompromissbereit bzw.

00:26:11: Wir wissen ganz genau was wir wollen Alex.

00:26:14: Das ist

00:26:15: gut weißt du ja auch.

00:26:16: Ja genau, das ist auch positiv.

00:26:20: Manchmal

00:26:20: ist das kompliziert.

00:26:23: Genau, es wird dann kompliziert mit der Krankheit zusammen.

00:26:25: also ich glaube nicht kompliziert aber ich glaube so sehen dass viele von außen weil ich natürlich auch jeden tag tun und lassen kann was ich will Ich bin nicht mehr in diesem hamsterrad des jobs ich bin sehr frei Und ja das mit einem normalen leben zu verheiraten ist dann auch Ja auch glaub ich.

00:26:48: Also aus meiner Sicht vielleicht einfach, aber vielleicht aus der anderen Perspektive nicht so einfach.

00:26:55: Keine Ahnung also ich brauche ja auch ein bisschen von der alten Beziehung.

00:27:00: das war ja mit der Krebsdiagnose zusammen und dann ein unschönes Ende für mich unschönes Ende Das musst du erstmal verarbeiten Auch wenn ich jeden Tag Ja, das wird dir schon fast zwei Jahre her.

00:27:20: Das war relativ kurz nach der Diabose, oder natürlich noch schöne Zeiten gehabt aber relativ kurz danach dass es dann auch bergab ging.

00:27:32: ja und da musst du auch erstmal drüber weg sein.

00:27:40: Aber wie gesagt ich hätte wieder Lust.

00:27:42: aber so was kannst du nicht erzwingen Da hab ich auch irgendwie noch so eine romantische Vorstellung.

00:27:48: Also wäre natürlich gut, wenn man die Mvo... Keine Ahnung beim Becker trifft oder so.

00:27:52: was ist ja natürlich viel schöner als irgendeine Dating App.

00:27:57: Aber ich höre aus dass du auch keine interessanten Menschen triffst wo du dir denkst.

00:28:01: da könnte ich mir jetzt mehr vorstellen zumindest mal Daten um sich näher kennen zu lernen?

00:28:05: Doch doch ich treffe viele interessante Personen.

00:28:10: Da schon aber diese dann das ist eine feste Beziehung ist oder, du weißt ja selber so viel Veranstaltung wie ich besuche.

00:28:24: Aber das ist alles mehr in einem beruflichen Kontext.

00:28:27: also es ist ja schon fast diese Messen- oder auch Speakertermine.

00:28:35: Das ist ja eigentlich wie meine alte Arbeit nur in Krebs und da trist du tolle Leute meist nicht mehr über so ein Kaffee, Kaffeetrinken gespräch drüber hinaus.

00:28:52: Da hat ja jeder sein Privatis und man trifft sich am Rand wegen dieser Krebsbabel.

00:29:00: Doch ich treffe viele interessante Menschen aber die eine wo ich jetzt dann wirklich sage... Man will zusammenziehen was ewas also weiß sowas weiter.

00:29:11: irgendwie geht das leider nicht Ja.

00:29:16: Ist das auch so ein Loch für dich?

00:29:20: So eine Lehrstelle oder bist du damit okay, dass du jetzt in keiner Partnerschaft lebst?

00:29:25: Da bin ich somit okay weil was jetzt den Alltag betrifft Weihnachten war schon sehr hart.

00:29:30: also muss ich Weihnachten hat es mich erwischt ein bisschen ja natürlich klar von Freunden eingeladen werde.

00:29:38: das ist alles schön und das will ich auch nicht missen.

00:29:40: aber natürlich sitzen die dann mit Frauen Kinder da Und Onkel Nils kommt jetzt vorbei und hat nicht mal eine Freundin dabei, ne?

00:29:50: Also das ist dann schon hart.

00:29:52: Das vermisse ich auch weil es so eine Zeit in der ich gar nicht unbedingt raus muss sondern auch schon zufrieden wäre wenn ich nur mit meiner Freundin zu Hause sitzen würde.

00:30:03: Das ist genau wie Silvester wo ich auch sehr dankbar war dass liebe Menschen da waren für mich Silveste aber gar nicht so ein besonderer Tag ist sondern mit Essen und schönen Abend machen.

00:30:17: Zu zweit für mich wäre das genauso gut erledigt oder wenn ich feiern will, dass kann ich jeden Tag machen, weil ich möchte.

00:30:24: Der

00:30:26: Podcast heißt ja Männerkrebs.

00:30:28: Du kennst ja auch Männer.

00:30:30: was ein bisschen allgemeinere Frage.

00:30:33: Wenn du kannst das auf Krebs beziehen aber es muss nicht unbedingt sein.

00:30:36: Was ist denn für dich Männlichkeit?

00:30:37: Was bedeutet Männigkeit für dich?

00:30:39: Ich glaube, da gibt es einen Vor-Nilskrebs und ein Nachnilskreb.

00:30:44: Ja also das hat's auf jeden Fall schon verändert weil ich bin ja dadurch dass mein Vater vor meiner Geburt gestorben ist bei meinen Großeltern und meiner Mama groß geworden.

00:30:57: Und für diese Generation die nach dem Krieg groß geworden ist war tatsächlich Auto Haus genug Nahrungsmittel zu haben, das war das Ding.

00:31:11: Besonders dieser Hausgedanke etwas zu haben was ein möglichst nicht mehr weggenommen wird oder schwer wegzunehmen ist.

00:31:22: Das war schon sehr wichtig.

00:31:23: also da hätte ich mich eher so als Versorger der Familie wirklich gesehen und war.

00:31:30: auch heute nach dem Krebs muss man natürlich sehen dass es Tausend andere, so wichtigere Dinge gibt.

00:31:38: Da ist es die wahre Liebe und die dann zusammen mit dir auch in einer herunterkommenden Wohnung mit einem Bananenkarton als Tisch erlebt, das wirklich viel wichtiger geht.

00:31:55: Lass uns erst mal das Haus bauen und dann denken wir an uns.

00:32:00: die völlig falsche Entscheidung!

00:32:03: Ich weiß, dass viele auch so denken.

00:32:05: Aber jetzt mit dem Krebs.

00:32:06: und dieser statt achtzig Jahre jetzt nur noch vierzig macht es so ein Gedanke das machen wir wenn das Haus abbezahlt ist natürlich gar keinen Sinn.

00:32:17: oder später mal in der Rente mache ich dann meine Urlaube

00:32:20: genau.

00:32:20: was soll das?

00:32:21: Was höllst du denn mit mit siebzehn hier wo du mit einem Gestock vielleicht auf die Malediven?

00:32:26: das macht überhaupt keinen Sinn.

00:32:28: ja und Das wird dir dann noch mehr bewusst.

00:32:32: Die Endlichkeit hatte ich dann viel, viel mehr.

00:32:35: Und ich kann verstehen warum das viele machen und warum Hausbau und so weiter halt wichtig und sich auch gut anfühlt und auch die Familie da groß wächst aufwächst.

00:32:47: aber für mich als ja vierzig Jahre Krebs Endstadium macht Bausparen dann nicht mehr so viel Sinn.

00:32:59: Wie schaut es denn energetisch aus?

00:33:01: Ich hätte noch ein paar Fragen, da würde ich thematisch ein bisschen springen.

00:33:04: Gibt das noch?

00:33:05: Ja ja klar.

00:33:06: Super!

00:33:08: Du hast jetzt eh schon vieles gesagt was in die Richtung hingeht.

00:33:11: aber ich würde gerne nochmal so ein bisschen die Fäden zusammenziehen.

00:33:15: Was bedeutet denn für dich Lebensqualität?

00:33:20: Ich glaube auch wieder erst seit dem Krebs keine Schmerzen ist auch dieses morgens aufzuwachen.

00:33:29: Ich habe so ein Ritual, dass ich jeden Morgen noch einen Kaffee im Bett trinke.

00:33:34: Und das ohne Schmerzen ist das Größte und Sonne natürlich, dass es auch noch was Feines.

00:33:42: Das ist zu meiner höchsten Form von Lebensqualität geworden.

00:33:47: Dann ist es die Zeit, auch noch viel Zeit zu haben mit sich selber oder anderen Personen.

00:33:55: Also diese Lebensqualitätsvorher vielleicht eher viel gespickt war mit Luxus, also da hat man eher die Lebensqualität irgendwie anders noch bemessen.

00:34:06: Also du hast ja gar nicht die Gesundheit oder dass du gesund bist so als so großes Gut angesehen weil das war eine Selbstverständlichkeit, ne?

00:34:16: Also die waren einfach da.

00:34:17: ich war ja vorher nie krank.

00:34:19: also bevor ich in den Nunkristen war nie dass ich jetzt hatte Ich musste schon mit Diabetes oder irgendwas leben sondern ich bin ja wirklich vom Kraft trotzend ins Krankenhaus gekommen und auf einmal, ja, ein Stadion.

00:34:33: Also das war eine Selbstverständlichkeit.

00:34:36: Und heute ist es ein Luxus gut bzw.

00:34:38: Heute ist dieses Ohne-Schmerzen und den Tag volle Energie anzugehen.

00:34:45: Das ist die Lebensqualität.

00:34:47: Gibt's da... das ist Schmerzen genannt?

00:34:50: Auch schon andere Punkte wie...?

00:34:52: Überbauten der Emotionen, das Loch von dem du geredet hast.

00:34:55: Gibt es da auch noch andere Sachen die diese Lebensqualität belasten?

00:35:00: Ach ja also natürlich gibt es das.

00:35:05: in beide Richtungen ist ja auch zum Beispiel dass man der Wunsch man muss jetzt was erleben.

00:35:11: Also das ist jetzt der letzte Tag.

00:35:13: so gehe ich ja jeden Tag an und jetzt muss ja etwas passieren.

00:35:16: Es gibt Tage da kannst du einfach mit dir selber Allein sein und schaust im Film oder geh spazieren.

00:35:24: Ja, machst was für dich und das Self-Care diese Selbstfürsorge.

00:35:29: aber natürlich gibt es auch Tage wo du etwas machen musst.

00:35:35: die gehen dann gut aus indem du was Schönes machst und wirklich alles top und rund war und dass die richtige Idee war.

00:35:41: Es gibt natürlich auch tage wo du irgendwas machst Und denkst am nächsten Tag das war jetzt auch nicht nötig.

00:35:51: Das gibt's natürlich auch, aber das gehört dazu.

00:35:54: Ich bin jetzt weit weg davon mein Leben nur noch perfekt zu leben sondern mir geht es darum zuleben.

00:36:03: also ich will einfach mein Leben auskosten und das mache ich in alle Richtungen auf.

00:36:07: wenns manchmal blödsinn ist oder man nächsten Tag sagt ach ja hätte auch eine Stunde eher nach Hause gekommen oder so was Ja.

00:36:21: Ich denke dann immer dran, vielleicht geht's morgen nicht mehr oder vielleicht geht es mal heim ja nicht mehr.

00:36:27: und ich glaube durch diese Diagnose bin ich so ein bisschen auch zum Getriebenen geworden und das muss man manchmal eindämmen.

00:36:36: also da muss man sich manchmal sagen nee musst du nicht.

00:36:38: Also vertraue darauf dass morgen auch noch einen Tag ist und dann machen wir es morgen.

00:36:43: Dann macht man den Tag Pause.

00:36:47: Du darfst die nicht so sehr treiben lassen.

00:36:51: Welche Dinge gibt es, wo du sagst das entspannt mich sehr.

00:36:54: Das beglückt mich sehr, das macht mich extrem zufrieden oder gibt dir Kraft?

00:36:59: Wie holst du dir diese... ...das Schöne ins Leben und was ist das Schönen für dich?

00:37:07: Ja für mich ist das wirklich am besten wenn Sonne essen und trinken also so alles zusammen wenn ich irgendwo an einem kleinen Tischchen und ein kleines Kaffee und ich sitze da in der Sonne kann dann noch mit lieben Menschen sprechen, mich austauschen.

00:37:20: Auch sehr, sehr stark ist ja auch seit der Krebserkrankung geworden dass man sofort ohne Umschweife in so Deep Diver, so tiefe Gespräche reingeht.

00:37:33: Das hat man vorher auch nicht.

00:37:34: Ja du nix das kennst Du auch.

00:37:39: und die Krönung aller Ist dann wenn Du mit Krebs erkranken an einem Tisch sitzt von möglich alle mit Endstadium, dann drifstest du da sofort rein.

00:37:50: Also das passiert und du hast ja auch keine Scham mehr darüber zu sprechen, egal welches Thema.

00:37:59: Das kommt auch eher wieder durch weil du hast es schon mal gelernt wie es ist auf alles verzichten zu müssen oder dass alles auf einmal weg sein könnte Und du hast gar keine Verlustängste mehr, sag ich mal in dem Sinne dass da jetzt etwas rauskommen könnte was was unangenehm ist weil Ja es ist ja schon irgendwie alles.

00:38:22: Es wurde schon als tausendmal Podcast gesagt das wurde schon Mal In Runden gesagt es wurde schon alles zu Ärzten Zu Psychologen.

00:38:31: Du hast ja schon einige Male aufgerollt.

00:38:35: Warum soll ich das jetzt nicht aussagen?

00:38:39: Natürlich suchst du dir den Personkreis aus wo du sagst sehr verständlich.

00:38:44: Aber das Ganze beim schönen Essen und Sonnenschein am Tisch, also... Das wäre so mein bestes Szenario!

00:38:54: Wie wichtig auch in Bezug auf den Krebs ist denn Humor für dich?

00:38:58: Ja hochwichtig ja.

00:39:01: Also ich kann selber darüber lachen wenn irgendwelche Aufzeichnungen sind oder so dann Gucken manche schon von den Kameramännern oder so, wenn man dann irgendwas sagt.

00:39:16: Ich mein hustet sehr stark und dann sagt man die gucken dann alle und sind natürlich gespannt was jetzt ist ob ich aufhört zu husten?

00:39:22: Und dann sage ich dann ja keine Angst heute sterbe ich noch nicht geht Dann gucken die erst Blöde dass man das auch wirklich so meint.

00:39:31: aber ich meine es ja so ist halt heute noch nicht.

00:39:33: also wir machen die Aufzeichnung noch fertig Und das ist dann schon so ein bisschen, wo man den Humor braucht und was auch dafür sorgt dass die anderen einen dann nicht mehr mit Fingerspitzen anfassen.

00:39:48: Doch mit Respekt natürlich aber nicht zu sehr in Watte packen.

00:39:55: Dafür sorgt der Humor

00:39:56: auch.

00:39:57: Wir haben auch schon viel über Identität gesprochen durch diesen Wechsel vom Berufsneals zum Patient Advocate angesprochen auch dass du jetzt das Leben genießt in vollen Zügen.

00:40:10: Was würdest du noch sagen?

00:40:13: Gibt es noch eine oder mehrere Aspekte, wie sich die Diagnose auf den Mensch sein, auf deine Persönlichkeit ausgewirkt wird, verändert wird?

00:40:22: Ja ja man müsste ja schon sagen dass der vorherige Nils schon sehr stark mit dem Berufsnils auch verheiratet war.

00:40:30: also wenn du dir überlähst wie viel Zeit du mit deinen Kollegen auf der Arbeit verbringst wie viel Zeit du generell auf der Arbeit verbringst und dann auch noch wenn ich war für sehr wichtige Kunden zuständig, wenn du dann auch nur abends um zehn ans Telefon gehst weil irgendwo eine Maschine still steht oder sowas.

00:40:47: Da war ich schon sehr mit meinem Beruf verbunden.

00:40:49: also und daher ist von dem vierundzwanzig Stunden Nils den es vorher gab zehn zwölf Stunden jetzt auf einmal was anderes da.

00:41:01: deswegen verändert sich das schon sehr.

00:41:04: Ich glaube vom Charakter oder den Grundzügen bleibt man ungefähr der gleiche, aber natürlich ändern sich die Ansichten.

00:41:11: Also deine Entscheidungen kriegen eine ganz andere Basis.

00:41:15: du guckst ja aus einer ganz anderen Brille drauf.

00:41:17: also das haben wir eben schon gesagt mit dem Bauspar-Vertrag den du niemals unterschreiben würdest weil du nicht an übermorgen glaubst bis hin zu jemanden der natürlich dann auch nur Menschen in sein Leben lässt diese auf wirklich lohnen oder was jetzt lohnen hört sich ein bisschen hart an, aber die dir vertrauen und du den vertraust.

00:41:43: Die deine Energie und dich auch schätzen also da ist man vorher schon so ein bisschen ich sag mal verschwenderisch mit seiner Zeit umgegangen.

00:42:00: Also das ja das finde Ist schon krass, ja.

00:42:09: Du hast jetzt gesagt nicht ans Übermorgen glauben.

00:42:14: Das ist jetzt den Fall.

00:42:14: es würde wirklich so sein dass jetzt da wir haben dieses Buch und da gibt's ein übermorgen oder einen überübermorgen und dein nächstes Monat und nächstes Jahr was würdest du noch gerne erleben schaffen erreichen auch wenn es nur morgen ist?

00:42:30: Ja bei mir ist dieses Schaffen tatsächlich Erinnerungen schaffen.

00:42:35: Also ich bin auch sehr, sehr reiseaffin.

00:42:38: Ich reise gerne würde viele Sachen noch gerne sehen ob ich die mit der Krankheit schaffe oder finanziell schaffe das werden wir sehen.

00:42:49: aber natürlich habe ich noch so ein paar hier Feuerland an Arktis also sowas noch was ich gerne machen würde.

00:42:57: ich würde auch gern Madagasker sehen wenn dann nicht gerade umruhen sind und ja sowas hab ich dann als Ziele würde auch gern mal einfach drei Tage in Vegas sein.

00:43:09: Also es gibt so Dinge, die ich noch machen will aber die brauche auch ein bisschen Zeit und auch natürlich finanzielle Mittel

00:43:23: vor allem in Vegas wenn du dort spielen möchtest.

00:43:26: ja genau Ja, das sind so Dinge.

00:43:33: Also ich möchte eher Erinnerungen schaffen.

00:43:34: Ich möchte aber auch verbringen jetzt meinen Geburtstag mit meiner Mutter.

00:43:38: Das ist ganz wichtig.

00:43:40: Guck mal!

00:43:41: Das ist zum Beispiel wichtiger als der DKK oder Vegas.

00:43:44: Also... Das ist jetzt wichtig und so entscheidigt... Was hat die Verbrechstern

00:43:50: Länge miteinander?

00:43:51: Drei Tage genau.

00:43:52: Wir fahren drei Tags am Weg über mein Geburtsdat, dass wir reinfeiern können und danach noch ein bisschen Wellness machen können.

00:43:58: Genau, ja genau.

00:43:59: Da freue mich schon sehr drauf Und das ist dann wichtiger als so eine Reise.

00:44:07: Das ist vielleicht auch die Tücke der Krankheit, ich kann jetzt ja nicht planen was im Juni-Juli ist.

00:44:15: also deswegen wie du es schon sagtest wenn ich dann wieder sehe dass da ein zwei Kalenderblätter mehr zur Verfügung sind dann gehe ich das dann an.

00:44:25: aber du darfst dir natürlich jetzt auch nicht die Vorstellung rein hemmern oder Manifestieren, dass das Leben nicht wert war wenn du nicht im Feuerland oder auf der Aktis warst.

00:44:38: Also das darf jetzt nicht ... Der Wunsch darf nicht zu einem Must-Half werden also dass ich das unbedingt machen muss sondern es wäre okay und es wär schön.

00:44:48: Das ist ein Ziel.

00:44:50: Ziele können ja auch motivieren dass du noch länger lebst aber es darf nicht denn zu so einer Enttäuschung werden.

00:44:57: Jetzt hab' ich's nicht geschafft.

00:45:01: Also ich denke weiter Tag für Tag, aber natürlich habe ich auch Wünsche.

00:45:07: Gibt es denn überhaupt diese viel zitierte Bucket List die du abhaken musst bevor du den letzten Kübbel abgibst?

00:45:16: Hast du sowas?

00:45:17: Stehen da diese Orte drauf und denen du gesprochen hast Feuerland an Takt ist?

00:45:20: Ja eigentlich stehen die da drauf, sondern immer imaginär, aber sie wird tatsächlich immer unwichtiger.

00:45:29: Also diese Erfahrung, dass mit der Diagnose waren sie ganz stark.

00:45:33: Weil du dann denkst ich muss das und das noch machen auch genau wie Nachwuchs also ich wollte immer Vater werden Das ist ganz ganz stark.

00:45:42: aber wenn sich dann das Leben um dich rum ändert Und die frau sich denn dagegen entscheidet oder Wenn dein gesundheitlicher Zustand so schlecht ist dass du halt kein zehn stundenflug schaffst Dann ...dass du da auch nicht traurig sein.

00:46:00: Also, du darfst trauriger sein... aber du darf das nicht dazu machen, dass es jetzt dein Leben beendet oder deinen Lebenssinn beendete.

00:46:11: Das wäre einfach zu viel so stark.

00:46:12: Da darf eine Bucket List nicht sein!

00:46:15: Vielleicht hast du das gehört?

00:46:16: Vor ein paar Jahren gab's einen Podcast.

00:46:19: Mir fällt jetzt gerade der Name nicht an.

00:46:20: Ich schaust dann noch mal nach und schreib sie dir schon aus rein.

00:46:25: Sie war Brustkrebs-Patientin bei den Tiefen Stadium auch verstorben.

00:46:29: Die hat eine Faktliste, also die Baguette-List so abgewandelt an Dingen, die sie garantiert nicht mehr macht nach der Diagnose.

00:46:38: gibt es sowas auch bei dir?

00:46:39: Genau das ist aber ich wusste nicht habe ich noch nie gehört aber tatsächlich ist es bei mir... Ich weiß jetzt auch nicht wer es gesagt hatte, ob es Henry Ford war oder weiß ich was?

00:46:49: Es ist nicht immer wichtig zu wissen was man will sondern es kann auch wichtig sein zu wissen, was man nicht will.

00:46:58: Und das ist sowas was ich gesagt habe.

00:47:00: mit den Geburtstagen, auf irgendwelche Geburtstage oder feiern zu gehen die man nicht mehr machen möchte.

00:47:05: Oder Personen Zeit zu schenken, die das nicht ehren, die Zeit mit dir und das ist etwas was ich hundert Prozent unterschreiben könnte ja.

00:47:18: Das also bevor ich weiß was ich will gibt es bei mir eher schon so eine ein Gedanken.

00:47:25: Ich weiß was sich nicht will oder nicht mehr will.

00:47:29: Also ja, er könnte ich absolut voll oder schreibe.

00:47:32: An dieser Stelle ein kleiner Einschub!

00:47:34: Ich habe nachgesehen.

00:47:35: der angesprochene Podcast heißt Sick of It Statements einer Sterbenden Der Ende des Jahrhunderts ist im deutschen WDR erschienen.

00:47:46: Der Podcast porträtiert Franziska Knost die vier verschiedene Krebserkrankungen hatte.

00:47:53: Sie erzählt in sieben Folgen, wie es sich mit dem heranallenden Tod umgeht und kritisiert die vielen Kampfmetaphern bei Krebs.

00:48:00: Vermeintliche erstrebenswerte Lebensziele und die gesellschaftliche Erwartung permanenter Positivität.

00:48:08: Im Jahr ist Franziska Knost verstorben.

00:48:12: Ich habe die sehr emotionale Serie des Jahres im Jahr für die Welt gehört.

00:48:16: Mittlerweile sind die Folgen des Podcasts aber leider nicht mehr abrufbar.

00:48:21: Zum Abschluss noch mal zurück zu den Dingen, die wir wollen oder die wir uns vielleicht wünschen.

00:48:25: Wenn du dir vorstellst, du würdest jetzt eine Fee treffen und die würde dir drei Wünsche erfüllen sofort.

00:48:30: Die würden sofort in Erfüllung gehen.

00:48:32: Welche drei Wunsche wären das?

00:48:35: Ja tatsächlich würde ich tatsächlich dieses BRCA und auch damit den Krebs wegwünschen also dass das als praktisch die DNA dann geheilt wird alles was da nicht zugehört zu meinem Körper dann auch weg ist.

00:48:50: Das wäre mein erster Wunsch Und dann kommt lange gar nichts.

00:48:54: Ich wüsste jetzt gar nicht, welcher zweite oder dritte Wunsch wäre.

00:48:58: Vielleicht würde ich mir als zweitwünscht sagen, dass ich auf jeden Fall Achtzig werde ohne geistige und körperliche Einschränkungen?

00:49:07: Das wäre glaube ich der Zweite.

00:49:11: Ja, der Dritte.

00:49:13: Ich wäre schon zufrieden.

00:49:16: Wenn du den Nils vor der Krebserkammer gefragt hättest, wären die Wünsche ganz anders!

00:49:22: Mein Haus, mein Hof, mein Pferd oder wie heißt das?

00:49:25: Also mein Auto, mein Fert.

00:49:26: Ein Brot mit Flügel!

00:49:28: Ja genau, ich würde mir heute keinen Porsche mehr wünschen.

00:49:31: Nils

00:49:34: vielen Dank für dieses tolle Gespräch.

00:49:36: Danke dir Alex.

00:49:37: Das war wieder sehr schön, sehr intensiv muss ich sagen aber die Zeit die wir es verbracht haben hat sie nicht so lange angefühlt sondern irgendwie ein paar Minuten.

00:49:52: Das ist auch eine gute Qualität, wenn so was passiert finde ich.

00:49:56: Ja bei uns genau unsere Gespräche sind wirklich immer sehr, sehr... Genau wir gehen in die Dieb-Dive, ne?

00:50:02: Wir beide gehen immer sofort ins Eingemachte und das macht auch wirklich Spaß und zeichnet uns glaube ich auch aus dass wir so einen Grundvertrauen haben ohne dass wir uns jemals richtig gesehen haben also in Persona.

00:50:16: Nils, ich wünsche mir wirklich, dass dein Medikament noch sehr lange wirkt.

00:50:19: Ich würde mich auch wünschen, dass es bis Achtzig wirkt.

00:50:22: Ja, ich auch.

00:50:24: Oder dass sie irgendwann dann die Studie beenden müssen weil du der einzige Langzeit überlebende bist und jetzt haben Sie kein Geld mehr dich länger zu begleiten.

00:50:35: irgendwie so?

00:50:36: Ja oder irgendwie genau diese Krebsimpfung oder was es jeweils gibt um das umzukehren was ich mir von der Fee gewünscht habe.

00:50:44: Genau ja Lass uns das bitte erleben Machen

00:50:47: wir.

00:50:48: Danke

00:50:48: Alex Schön war's Vielen vielen Dank.

00:50:50: Danke ciao.

00:50:53: Kurz vor der Veröffentlichung dieser zweiteiligen Mini-Serie habe ich mit Nils geschrieben.

00:50:58: Da war er gerade in Freiburg im Süden von Deutschland und schreibt, Ich genieße das Leben!

00:51:06: In ein paar Wochen sei wieder eine Kontrolluntersuchung angesetzt und da betonte noch ein zweites Mal – ich lebe!

00:51:24: und teile ihn mit jenen, denen er helfen könnte.

00:51:27: Kommentiere die Folge wenn du Denkernstöße mitnimmst oder Fragen hast.

00:51:32: Wenn du den Podcast gut und wichtig findest und wenn du möchtest dass in der bisherigen Art weitergeführt wird unterstütze die Arbeit daran.

00:51:40: Du hilfst auf diese Weise dabei mit das andere Männermitgräbs schneller Orientierung finden.

00:51:46: Wenn du dir keine regelmäßige Unterstützung leisten kannst oder willst helfen.

00:51:50: auch einmalige Spenden für den Podcast.

00:51:53: Die Links findest du nun schon aus.

00:51:55: Alles Schöne dir und bis in zwei Wochen!

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